Schule der Elefanten
Auf der Suche nach den Fußspuren des Kolonialismus
Sophy Roberts' neues Buch über die Ausuferungen des Kolonialismus, mit Elefanten den afrikanischen Kontinent zu plündern
1879 startete König Leopold II. von Belgien einen sonderbaren Plan, um Afrikas Ressourcen zu plündern: Elefanten sollten als Arbeitstiere dienen. Dazu beauftragte er den irischen Abenteurer Frederick Carter, vier gezähmte Asiatische Elefanten von Indien an die ostafrikanische Küste zu verschiffen, von wo sie ins Landesinnere Richtung Kongo marschieren sollten. Ziel war nicht weniger als die Gründung einer Ausbildungsstätte für Afrikanische Elefanten.
Auf den Spuren dieser Expedition erzählt Sophy Roberts eine längst vergessene Geschichte, die sie nach Afrika und Asien führt, wo sie auf Elfenbein- und Menschenhändler trifft, mächtigen Häuptlingen begegnet und die Erhabenheit der Natur erlebt. Packend und fundiert berichtet sie von Ausbeutung, von kolonialer Gier, Unfähigkeit, Heuchelei und Torheit.
»Was für eine unerschrockene Reise! Ein wunderbares und wichtiges Buch. Sophy Roberts' unerschrockene Reise, die ein Licht auf den Kolonialismus und seine seltsamen Obsessionen wirft." Paul Theroux beim Hanser Verlag
Rezension
Sophy Roberts recherchiert in "Schule der Elefanten" eine unbekannte Kolonialgeschichte: (...) Roberts verschreibt sich mit ihrer Reise einem Geschichtsbewusstsein, das die Verwobenheit von kollektiver Erinnerung und persönlichen Lebenswegen betont. (...) Es ist einer der Vorzüge dieses Buches, dass es sich nicht bloß einem Stück europäischer Kolonialgeschichte widmet, sondern die einheimischen Menschen integriert. Von Raffael Leitner Der Standard 15.08.2026