Jetzt eskaliert’s: Köppel und Solowjow geraten sich komplett in die Haare
auf YouTube (09.07.2026) 45:35
00:00–02:10 – Ausgangspunkt: Verständnis für die russische Sicht
- Zu Beginn wird auf Interviews mit russischen Regierungsvertretern verwiesen.
- Diskutiert wird außerdem ein Beitrag des russischen Unternehmers Andrei Melnitschenko im Economist, wonach ein geschwächtes Russland nicht im Interesse der globalen Stabilität liege.
02:11–07:15 – Vorwurf einer bewussten Eskalation durch den Westen
- Ein Gesprächspartner vertritt die Auffassung, NATO und europäische Staaten hätten den Konflikt systematisch eskaliert.
- Angriffe auf russische Infrastruktur würden Russland zu Gegenangriffen auf europäische Ziele zwingen.
- Europa habe seine politische Eigenständigkeit verloren und handele nicht mehr im eigenen Interesse.
06:00–07:15 – Palantir und private Technologieunternehmen
- Ausführlich wird behauptet, Unternehmen wie Palantir übernähmen zunehmend Funktionen staatlicher Gewalt.
- Dadurch verliere der Staat sein Gewaltmonopol; Entscheidungen über militärische Ziele würden algorithmisch und nicht mehr politisch getroffen.
07:16–17:12 – Streit über die Verantwortung für den Krieg
- Roger Köppel hält Putin vor, die Ukraine und den Westen unterschätzt zu haben.
- Sein Gegenüber entgegnet, Russland habe wegen der Lage im Donbass und der Ereignisse seit 2014 keine andere Wahl gehabt.
- Als zentrale Rechtfertigung werden der Schutz der russischsprachigen Bevölkerung und die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg angeführt.
09:13–20:41 – Historische Argumentation
- Der russische Gesprächspartner zieht zahlreiche Parallelen:
- NATO-Einsätze in Jugoslawien, Irak, Libyen und Syrien.
- Ereignisse von 2014 in der Ukraine.
- Minsk-Abkommen.
- Istanbul-Verhandlungen.
- Daraus wird die These abgeleitet, Russland reagiere auf eine langfristige westliche Strategie.
21:14–26:34 – Köppels Gegenposition
- Er kritisiert sowohl die westliche Russlandpolitik als auch Putins Entscheidungen.
- Seine Hauptargumente:
- Putin habe den Krieg falsch eingeschätzt.
- Er habe den Gegner unterschätzt.
- Er hätte früher einen politischen Kompromiss suchen müssen.
- Gleichzeitig lehnt Köppel eine Dämonisierung Russlands ausdrücklich ab.
23:05–31:37 – Trump als möglicher Friedensfaktor
- Längere Diskussion über Donald Trump.
- Köppel meint, Trump habe den Krieg grundsätzlich beenden wollen.
- Der russische Gesprächspartner erwidert, nicht Russland, sondern Selenskyj und europäische Staaten hätten entsprechende Vereinbarungen verhindert.
30:11–31:46 – Territorium versus Bevölkerung
- Der russische Gesprächspartner betont mehrfach:
- Es gehe Russland nicht um Landgewinn.
- Entscheidend seien die Menschen im Donbass, auf der Krim sowie in Saporischschja und Cherson.
- Daraus wird das Selbstbestimmungsrecht dieser Bevölkerung als Rechtfertigung russischen Handelns abgeleitet.
32:33–40:19 – Unterschiedliche Mentalitäten
- Ein wiederkehrendes Thema ist die Behauptung, der Westen verstehe die russische Mentalität grundsätzlich nicht.
- Leidensfähigkeit, historisches Gedächtnis und Patriotismus würden in Russland völlig anders bewertet als in Westeuropa.
39:42–40:29 – Warnung vor weiterer Eskalation
- Wiederholt wird erklärt, Angriffe auf russische Infrastruktur könnten zu Angriffen auf europäische Industrie- und Energieanlagen führen.
- Köppel bezeichnet diese Entwicklung als gefährlich und warnt vor einem Weltkrieg.
40:20–45:16 – Ideologischer und religiöser Schlussabschnitt
- Zum Ende verlagert sich die Diskussion zunehmend auf kulturelle und religiöse Fragen.
- Der russische Gesprächspartner wirft dem Westen moralischen und christlichen Verfall vor.
- Es folgt eine Debatte über Christentum, NATO, Calvinismus und westliche Politiker, bevor das Gespräch humorvoll über Schweizer Komiker ausklingt.





