1964 chauffiert Jean Ziegler den damals schon legendären Che Guevara bei einer Konferenzin Genf. Begeistert will er mit dem Revolutionär nach Kuba aufbrechen. Doch Guevara lehnt ab. Jean Ziegler solle hier in der Schweiz, wo er geboren ist, gegen den Kopf des kapitalistischen Monsters kämpfen. Seither kennt Jean Ziegler keine Ruhe: Unermüdlich prangert er als Schriftsteller, Professor, Abgeordneter im Schweizer Parlament und Mitarbeiterder UNO die Macht der Manager des Finanzkapitals und deren Verantwortung für den Hunger in der Welt an. Sein Engagement ist bis heute mit über 80 ungebrochen. Doch als er schließlich selbst nach Kuba reist, trifft er die karibische Insel im Wandel an und sieht plötzlich seine Ideen in Frage gestellt.
Nicolas Wadimoff (Jahrgang 1964) ist ein Schweizer Filmregisseur, Dokumentarfilmer, Produzent und Drehbuchautor. Er wurde 1964 in Genf geboren und studierte Kommunikation mit Schwerpunkt Film an der Université du Québec à Montréal. Er ist Mitgründer der Produktionsfirma Akka Films, durch die er zahlreiche Dokumentar- und Spielfilme produziert und Regie führte, die international auf Festivals gezeigt wurden und Preise erhielten. Seine Arbeit umfasst sowohl fiktionale als auch dokumentarische Werke, darunter „Clandestins“ und „Aisheen (Still Alive in Gaza)“, und behandelt oft gesellschaftlich relevante Themen. Wadimoff war zudem an der Förderung junger Filmschaffender beteiligt und leitete von 2019 bis 2023 die Filmabteilung an der HEAD-Genf. Er hat im Lauf seiner Karriere mehrfach an internationalen Filmfestivals wie Cannes, Berlin und Locarno teilgenommen.
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