Höchste Armut. Ordensregeln und Lebensform. Von Giorgio Agamben

Was wird aus der Regel, wenn sie im Leben restlos aufzugehen scheint? Und was aus dem Leben eines Menschen, wenn seine Gesten, seine Worte und sein Schweigen von der Regel nicht mehr zu unterscheiden sind?
In Fortschreibung seines groß angelegten Homo-Sacer-Projekts unternimmt Giorgio Agamben eine Relektüre des abendländischen Mönchtums von Pachomius bis St. Franziskus. Doch auch wenn er das Leben der Mönche bis ins Detail rekonstruiert, sieht Agamben die eigentliche Innovation des Mönchtums in der Entdeckung einer Dimension des Menschen, in der das "Leben" als solches zum ersten Mal seiner Autonomie Geltung verschaffte.

ISBN 978-3-596-37065-8     20,00 €  Portofrei     Bestellen

 

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Inhaltsverzeichnis

Giorgio Agamben zum Umgang der liberalen Demokratien mit dem Coronavirus: Ich hätte da eine Frage. Ein Land, ja eine Kultur implodiert gerade, und niemanden scheint es zu kümmern. Was spielt sich gerade vor unseren Augen in den Ländern ab, die von sich behaupten, sie seien zivilisiert? → NZZ 15.04.2020

Giorgio Agamben zur Corona-Krise: Wir sollten uns weniger sorgen und mehr denken. Die Bürger liberaler Demokratien haben es geschehen lassen, dass sie über Nacht ihrer Freiheitsrechte beraubt wurden. So paradox es klingt: Das neue Credo der sozialen Distanzierung führt zu einer neuen Massengesellschaft passiver Menschen. Ein paar Gegengedanken. → NZZ 07.04.2020

Der Autor:

Giorgio Agamben, geboren 1942, lehrt heute als Professor für Ästhetik an der Facoltà di Design e Arti der Universität Iuav in Venedig, an der European Graduate School in Saas-Fee sowie am Collège International de Philosophie in Paris. Sein Werk ist in zahlreiche Sprachen übersetzt. Im S. Fischer Verlag sind zuletzt erschienen ›Nacktheiten‹ (2010), ›Höchste Armut. Ordensregeln und Lebensform‹ (2012), ›Das unsagbare Mädchen. Mythos und Mysterium der Kore‹ (2012, gemeinsam mit Monica Ferrando), ›Opus dei. Archäologie des Amts‹ (2013), ›Die Macht des Denkens‹ (2013), ›Stasis. Der Bürgerkrieg als Paradigma‹ (2016) sowie ›Die Erzählung und das Feuer‹ (2017).

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Erstellt: 27.04.2020 - 10:25  |  Geändert: 27.04.2020 - 10:25

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