Die verratene Armee. Von Uwe Markus und Ralf Rudolph

Die verratene Armee von Uwe Markus und Ralf RudolphSeit es einen deutschen Staat gibt, hatten alle seine Armeen laut jeweiliger Verfassung die Aufgabe, den Frieden zu sichern und die Nation gegen Angriffe von außen zu verteidigen.

ISBN 978-3-00-041734-4       16,95 €  Portofrei       Bestellen

Das hört sich zwar immer wieder gut an – diese hehren Versprchungen haben sich allerdings als Täuschung erwiesen: Weder Reichswehr noch Wehrmacht haben jemals den Frieden gesichert, sie haben Angriffskriege geführt. Auch die Bundeswehr beteiligt sich an völkerrechtswidrigen Aggressionen, mit angestoßen durch die früheren Antikriegsparteien SPD und Grüne.

Von »Verteidigung« kann ebenfalls keine Rede sein: Die fand nämlich im Falle der Reichswehr und der Wehrmacht lediglich auf dem Rückzug von Angriffskriegen statt. Auch die von Nazigenerälen aufgebaute Bundeswehr hatte im Grunde nie etwas zu verteidigen, weil niemand Deutschland angreifen wollte. Daß sich die Sowjetunion und ihre Verbündeten nach den Erfahrungen mit dem deutschen Faschismus gegen eventuelle neue Überfälle rüsteten, wurde flugs als Bedrohung ausgegeben, gegen die sich der Westen verteidigen müsse. Nachdem sich der Warschauer Pakt aufgelöst hatte, war auch für die Bundeswehr die Bahn frei: Ihre Führung baut seit Jahren zielstrebig die Fähigkeit aus, punktgenau dort zu intervenieren, wo Wirtschaftsinteressen Deutschlands oder befreundeteter Länder und Konzerne bedroht sind.

Nur eine Armee ist aus der Rolle gefallen: die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR. Warum und wie ist sie untergegangen? In dem Buch »Die verratene Armee« versuchen die Autoren Uwe Markus und Ralf Rudolph, die Endphase der NVA nachzuzeichnen, belegt durch viele Zitate. Angereichert wird die Darstellung durch Zeitzeugenberichte früherer Offiziere.

Mehr Infos...

Aus der Rolle gefallen. »Die verratene Armee« – ein Buch über das Ende der Nationalen Volksarmee, die einzige deutsche Armee, die nie Krieg geführt hat. Von Peter Wolter -> Jungewelt vom 02.12.2013

Erstellt: 02.08.2014 - 16:27  |  Geändert: 02.12.2020 - 18:03