Völkische Landnahme Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos. Von Andrea Röpke und Andreas Speit

Seit Jahren siedeln sich junge Rechtsextreme bewusst in ländlichen Regionen an, um dort generationsübergreifend "nationale Graswurzelarbeit" zu betreiben. Dieser unauffällige Aktionismus ist gegen die moderne und liberale Gesellschaft der Großstädte gerichtet, es herrschen alte Geschlechterbilder und autoritäre Erziehungsmuster vor. Die Aussteiger von rechts betreiben ökologische Landwirtschaft, pflegen altes Handwerk und nationales Brauchtum, organisieren Landkaufgruppen und eigene Wirtschaftsnetzwerke, die bundesweit agieren. Sie bringen sich in örtlichen Vereinen ein und gehen in die lokale Politik, um Umweltschutz mit "Volksschutz" zu verbinden und eine angebliche "Überfremdung " zu verhindern.

ISBN 978-3-86153-986-5     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Die beiden ausgewiesenen Rechtsextremismus-Experten Andrea Röpke und Andreas Speit verfolgen seit Jahren diese kaum beachtete Entwicklung. Sie zeigen die historischen Wurzeln und aktuellen Vernetzungen auf, die bis in die Parlamente reichen. Dabei wird deutlich: Hier handelt es sich um eine unterschätzte Gefahr.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe bei Google Books

Abmahnungen gegen Sachbuch „Völkische Landnahme“. Verleger Links sieht Angriff auf die freie Meinungsäußerung. Das Buch „Völkische Landnahme“ dokumentiert, wie rechte Ökos sich in ländlichen Regionen niederlassen. Einige gehen juristisch gegen den Verlag vor. Man wolle nicht, dass andere etwas über das Agieren im Verdeckten erfahren, sagt Christoph Links. → Deutschlandfunk Kultur 12.10.2019

Strategien von Neonazis. »Sie wollen peu à peu Akzeptanz gewinnen.« Rechte machen sich vermehrt in ländlichen Räumen breit. Erfolge der AfD ermutigen sie dabei. Ein Gespräch mit Andreas Speit → junge Welt 27.07.2019

Die Autor/innen:

Andrea Röpke, Jahrgang 1965, Politologin und freie Journalistin; Spezialgebiet Rechtsextremismus; Veröffentlichung ihrer aufwendigen Inside-Recherchen u. a. für den WDR, in der taz und bei Süddeutsche Online sowie in Fachportalen wie Blick nach rechts und zahlreichen Büchern; mehrere Auszeichnungen, darunter »Das unerschrockene Wort« (2009) und »Journalistin des Jahres« (Kategorie Politik, 2011), Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage (2015), Otto-Brenner-Preis (2017).

Andreas Speit, Jahrgang 1966, Diplom-Sozialökonom, freier Journalist und Publizist, Kolumnist der taz Nord, regelmäßige Beiträge für Freitag, Blick nach rechts und jungle world, mehrere Auszeichnungen, u. a. durch das Medium-Magazin und den Deutschen Journalisten-Verband. Autor und Herausgeber diverser Bücher zum Thema Rechtsextremismus.

 

Erstellt: 30.07.2019 - 06:41  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:57