Diese verdammten liberalen Eliten. Wer sie sind und warum wir sie brauchen. Von Carlo Strenger

In der Debatte über den Aufstieg nationalistischer und illiberaler Parteien ist ein altes Gespenst wieder aufgetaucht - das Gespenst der liberalen Kosmopoliten: gut ausgebildete, international vernetzte Wissenschaftlerinnen, Journalisten oder Politikerinnen, die sich gegenseitig ihrer moralischen Überlegenheit versichern. Die Kluft zwischen Kosmopolitinnen und heimatverbundenen Kommunitaristen gilt als einer der zentralen Konflikte unserer Zeit.

ISBN 978-3-518-07498-5     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Eine zutreffende Diagnose? Oder ist die Vorstellung von entwurzelten liberalen Eliten bloß ein Zerrbild? Der Psychoanalytiker und Publizist Carlo Strenger kennt diese Gruppe nur allzu gut: weil er selbst zu ihr gehört - und aus dem Alltag seiner therapeutischen Praxis. Anhand einschlägiger soziologischer Literatur verallgemeinert er seine Befunde. Ja, so die selbstkritische Einsicht, die liberalen Eliten sind oft zu arrogant. Und dennoch brauchen wir ihre Expertise. Strenger schließt mit einem doppelten Plädoyer: für mehr Bodenständigkeit unter den liberalen Kosmopolitinnen und eine liberal-kosmopolitische Grundausbildung für alle.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Der Psychoanalytiker der Globalisierung. Diese verdammten liberalen Eliten, ohne die es aber doch nicht geht: Carlo Strenger beschrieb, was die Globalisierung mit dem Menschen macht. Am Freitag ist der israelische Psychoanalytiker im Alter von 61 Jahren gestorben. → Deutschlandfunk Kultur 25.10.2019

Eliten-Analyse eines Insiders. Rezension von Catherine Newmark → Deutschlandfunk Kultur 27.06.2019

 

Erstellt: 30.06.2019 - 21:02  |  Geändert: 27.10.2019 - 06:12

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