Der junge Karl Marx. Von Raoul Peck

Paris, 1844, am Vorabend der industriellen Revolution: Der 26-jährige Karl Marx lebt mit seiner Frau Jenny im französischen Exil. Als Marx dort dem jungen Friedrich Engels vorgestellt wird, hat der notorisch bankrotte Familienvater für den gestriegelten Bourgeois und Sohn eines Fabrikbesitzers nur Verachtung übrig. Doch der Dandy Engels hat gerade über die Verelendung des englischen Proletariats geschrieben, er liebt Mary Burns, eine Baumwollspinnerin und Rebellin der englischen Arbeiterbewegung. Engels weiß, wovon er spricht. Er ist das letzte Puzzlestück, das Marx zu einer rückhaltlosen Beschreibung der Krise noch fehlt.

EAN 4015698011012     7,99 €  Portofrei     Bestellen

Marx und Engels haben denselben Humor und ein gemeinsames Ziel, sie können sich hervorragend miteinander betrinken, und sie respektieren und inspirieren sich als Kampfgefährten - und sie können sich hervorragend miteinander betrinken. Zusammen mit Jenny Marx erarbeiten sie Schriften, die die Revolution entzünden sollen.

Die sozialen und politischen Krisen brodeln, doch die Intellektuellen in Deutschland und Frankreich reagieren nur mit ausflüchtender Rhetorik. Marx und Engels wollen nicht mehr nur Theorie, sondern Wirklichkeit, sie wollen den Massen ein neues Weltbild geben. Doch dafür müssen sie die Arbeiterbewegung hinter sich bringen - nicht so leicht, denn mit ihrer jugendlichen Anmaßung stoßen Marx und Engels so manchen gestandenen Revolutionär vor den Kopf. Trotz Zensur, Polizeirazzien und internen Machtkämpfen lassen sie nicht nach in ihren Versuchen, eine neue Vision von menschlicher Gemeinschaft zu formulieren.

Mehr Infos...

So rastlos sich Karl Marx in Raoul Pecks Film durch Europa bewegt, anfangs noch in Köln, später in Paris, dann in Brüssel und London, könnte man ihn als wahren Europäer bezeichnen. Der Versuch, den Kontinent zu einen, zumindest was die Gedanken angeht, zieht sich durch „Der junge Karl Marx“, der im problematischen, vor allem aber im positiven an das europäische Projekt, erinnert. Filmkritik von Michael Meyns → programmkino.de, März 2017

Presse:

»Der Film wagt einen vorurteilsfreien Blick auf die Geburtsstunde des kommunistischen Manifests.« (ARD ttt)

DER JUNGE KARL MARX Trailer KinoCheck → Youtube 22.12.2016

 

Erstellt: 24.05.2019 - 07:11  |  Geändert: 24.05.2019 - 07:11

Autoren: 
Verlag: