Private Regierung. Von Elizabeth Anderson

Als Adam Smith und andere die Theorie freier Märkte entwickelten, war das ein progressives Projekt: Die Freiheit der Märkte sollte auch zur Befreiung der Lohnabhängigen führen - von den Zwängen obrigkeitsstaatlicher Strukturen, vor allem aber von der Gängelung durch die Arbeitgeber. In ihrem furiosen Buch zeigt Elizabeth Anderson, was aus dieser schönen Idee geworden ist: reine Ideologie in den Händen mächtiger ökonomischer Akteure, die sich in Wahrheit wenig um die Freiheit und die Rechte von Arbeitnehmern scheren.

ISBN 978-3-518-58727-0     28,00 €  Portofrei     Bestellen

Bereits die Industrielle Revolution hat den vormals positiven Zusammenhang zwischen freiem Markt und freiem Arbeiter aufgelöst, wie Anderson im ideengeschichtlichen Teil ihrer Untersuchung darlegt. Im nächsten Schritt bestimmt sie die gegenwärtige Beziehung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern neu: als eine von Regierungen und Regierten, wobei diese "Regierungen" private sind und quasi autokratisch herrschen können. Das Nachsehen haben die Beherrschten, nämlich die Arbeitnehmer, wie Anderson anhand zahlreicher Beispiele belegt. In beeindruckender Gedankenführung und stilistisch brillant dekonstruiert sie einen Mythos des Marktdenkens. Ein Glanzstück der Ideologiekritik.

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Inhalt und Leseprobe des Verlags

Sklaven der Freiheit Der freie Markt war mal eine linke Idee: Elizabeth Anderson erklärt in ihrem scharfsinnigen Buch "Private Regierung", warum die industrielle Revolution daraus ein Zwangsregime gemacht hat. Eine Rezension von Ronald Düker → die ZEIT 13.03.2019

Macht auf dem Arbeitsmarkt: Über den gewährten Respekt entscheidet der Marktwert. →Rezension von Friedemann Bieber FAZ 07.04.2019

Die Autorin:

Elizabeth Anderson, geboren 1959, lehrt und forscht an der Universität von Michigan in Ann Arbor und ist eine der wirkmächtigsten Philosophinnen der Gegenwart. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der Moraltheorie und Ethik, der Ökonomie, der politischen Philosophie und der feministischen Theorie.

 

Erstellt: 02.05.2019 - 07:11  |  Geändert: 02.05.2019 - 07:12

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