Widerstand und Verrat. Gestapospitzel im antifaschistischen Untergrund 1938–1945. Von Hans Schafranek

Der Gestapo gelang es trotz wenig Personal, zwischen 1938 und 1945 Widerstandsgruppen aus sämtlichen politischen Lagern aufzuspüren, zu unterwandern und zu zerschlagen. Wie war dies möglich? Durch den systematischen Einsatz von Spitzeln, die teils freiwillig, teils unter massivem Zwang mit der Gestapo kooperierten.
Widerstand und Verrat waren in der NS-Ära unauflöslich miteinander verknüpft. An dieser Erkenntnis wird sich jede ernsthafte zukünftige Forschung über den Widerstand unter dem NS-Regime orientieren müssen.

ISBN 978-3-7076-0622-5     29,90 €  Portofrei     Bestellen



Auf der Grundlage langjähriger Recherchen in österreichischen, deutschen und russischen Archiven dokumentiert und analysiert Schafranek die immense und lange Zeit unterschätzte Bedeutung von V-Leuten vor allem in Österreich, aber auch in anderen Gebieten des Deutschen Reiches. Sie drangen in antifaschistische Widerstandsgruppen ein und infiltrierten diese mitunter jahrelang.
Die Unterwanderung erreichte kaum vorstellbare Dimensionen, wie etwa die Gründung eines von der Wiener Gestapo 1942 geschaffenen "Zentralkomitees" der KPÖ, dem neben einigen "echten" KP-Sympathisanten von Beginn an drei V-Leute angehörten, zeigt.

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Inhaltsverzeichnis

Das Thema der Kollaboration ist mittlerweile zu einem Schwerpunkt der NS-Forschung geworden. Eines seiner schillerndsten Facetten ist die Unterwanderung von Widerstandsorganisationen im „Dritten Reich“ durch so genannte Vertrauensleute der Gestapo. Rezension von Udo Grashoff, University College London → H/SOZ/KULT 09.01.2018

Der Autor:

Hans Schafranek, geboren in Schärding (OÖ), Dr. phil., freiberuflich tätiger Historiker, lebt in Wien, Berlin und Brüssel. Bislang 16 Buchpublikationen zu den Schwerpunkten Vergleichende Diktaturforschung, Nationalsozialismus, Stalinismus, Exil in der UdSSR, Widerstand gegen das NS-Regime und Nachrichtendienste im Zweiten Weltkrieg.

 

Erstellt: 19.01.2019 - 06:45  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:58

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