Freitag, 27. April 2018 um 20 Uhr „Zwei Dichter – ein Konflikt oder Der Durchmesser der Bombe“ Vortrag und Diskussion mit Sulamith Sparre

„Zwei Dichter – ein Konflikt oder Der Durchmesser der Bombe“
Vortrag, Lesung und Diskussion mit Sulamith Sparre

Darstellung des Krieges in Gedichten Jehuda Amichais und Mahumud Darwischs

Ort: Buchladen Neuer Weg Sanderstr.23/25, 97070 Würzburg Tel. 0931 / 355910
Termin: Freitag, 27.April 2018, 20 Uhr
Eintritt frei
Veranstalter: Buchladen Neuer Weg, Würzburg liest ein Buch   

„Der Durchmesser der Bombe“, der eine Gesellschaft spaltet, bedeutet konkret: Kaum ein Tag, ohne dass die Weltöffentlichkeit nicht durch Tote auf der einen oder anderen Seite mit dem Nahostkonflikt konfrontiert würde; kaum ein Tag, an dem die unheilvolle Dynamik von Gewalt und Gegengewalt, halsstarriger politischer Unbeweglichkeit und Ressentiments die Situation nicht noch verfahrener und auswegloser erscheinen ließe – nur: „so wie es ist, kann es nicht weitergehen, wir können es uns auf Dauer nicht leisten, so weiterzumachen wie bisher“, erklärt 1992 David Grossman in „Der geteilte Israeli.“

Sind „die Gebiete“ „besetzt“ oder „befreit“? Tatsache sind Schikanen an den „Checkpoints“ – diktiert sind sie von der Angst der Israelis vor terroristischen Akten.

Zugleich müssen wir uns die unbequeme Frage stellen: Was veranlasst uns, so gebannt auf Israel zu starren? Was sind unsere Motive? Was will unsere Kritik? Richard Chaim Schneider („Alltag im Ausnahmezustand“) verweist auf die jahrhundertelange Demütigung und Entrechtung der Juden und Jüdinnen in Europa – bis hin zur Shoah. Er rechnet mit der deutschen Gutmenschenmentalität ab, die alles besser weiß als „die Juden“, die „Imperialisten und Aggressoren.“ Er verweist auf andere Konflikte, die nicht in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen. Es fällt auf, dass die Deutschen oft – so Henryk M. Broder in einer Polemik – dazu tendieren, sich als „Bewährungshelfer“ „der Juden“ zu gerieren. Aber das Sicherheitsstreben der Israelis hat mit der langen Geschichte einer ständigen Gefährdung als Individuum und als Nation zu tun.

Sulamith Sparre wird die verschiedenen Lösungsvorschläge und Positionen im Nahostkonflikt vorstellen. Zwei Dichter – ein israelischer und ein palästinensischer – werden dazu in ihren Werken zitiert.

Veranstaltung findet statt im Rahmen von

Würzburg liest ein Buch 19. bis 29.April 2018

Zentrale Veranstaltungswoche vom 19. bis 29. April 2018. 

Jehuda Amichai: nicht von jetzt, nicht von hier.

Lesungen, Vorträge, Ausstellungen, Diskussionen, Theater und vieles mehr

Alle Infos unter wuerzburg-liest.de

 

 

Erstellt: 19.04.2018 - 20:47  |  Geändert: 04.02.2019 - 04:37