Rotes Grün. Von Hans Thie

Rotes Grün. Von Hans ThieMit Kooperation, Gleichheit und Planung zur ökologischen Gesellschaft. Tausende Unternehmen präsentieren sich im modisch grünen Gewand. Bundeswehr und Pentagon publizieren Ressourcen- und Klimastudien. Parteien sortieren ihre Forderungskataloge neu, platzieren ganz vorn Duftmarken im Ökodesign. UNO und OECD setzen auf Green Growth.

ISBN  978-3-89965-552-0         16,80 €  Portofrei       Bestellen
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Die neue Artenvielfalt grüner Szenarien hat, so wertvoll sie im Einzelnen sein mag, einen merkwürdigen Defekt. Die Welt der privaten Unternehmen, der gewinnorientierten Marktwirtschaft, also die Welt des Kapitals, erscheint als der selbstverständliche, stillschweigend als alternativlos vorausgesetzte Lebensraum für die großen Veränderungen, deren Notwendigkeit kaum noch jemand bestreitet.

Revolution der Technik und Bewahrung der gegebenen Wirtschaftsordnung das ist der große gemeinsame Nenner, der von grünen Parteien bis zum militärischen Establishment reicht. Bei diesem gemeinsamen Nenner wird es nicht bleiben. Denn bei einem langfristig fortgesetzten Wachstum auf dem Pfad der vergangenen zehn oder 20 Jahre müsste die Energie- und Ressourceneffizienz in einem Maße steigen, das nicht vorstellbar ist.

Die entscheidende Frage lautet: Wie werden Wirtschaft und Gesellschaft nicht nur in Worten, sondern auch in Taten, nicht nur im Design, sondern auch in der Substanz, nicht nur im Einzelnen, sondern auch systematisch naturverträglich? Der Autor formuliert Antworten ungewohnter Art und will grundlegende Veränderungen als realistische Chancen sichtbar machen."Grüner Kapitalismus" ist kompatibel mit den Mächtigen, sorgt für das Flair ökologischer Modernität. Aber er ist keine Antwort, wenn es um fundamentale Zukunftsfragen geht. Wer Ökologie für alle will, muss die Wirtschaftsordnung grundlegend ändern. Sattes Grün verlangt kräftiges Rot.

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Buchrezensionen

Hrsg. v. Rosa-Luxemburg-Stiftung.

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Buchbesprechung

Wachstumskritik. Das bornierte Streben nach Profit. Die Krise ist nicht vorbei, sie ist systemisch. Wettbewerb verursacht Stress. Das Band zwischen Wohlstand und Wachstum ist gerissen. Auch grüne Lebensstile reichen nicht aus. Angriff auf den Wohlfühlkapitalismus. Von Ulrich Brand → FAZ vom 27.07.2014

 

 

 

 

Erstellt: 31.07.2014 - 12:16  |  Geändert: 05.06.2018 - 12:30

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