Kunst und Ökologie. Von Robert Fleck

Ökologische Fragen sind allgegenwärtig in der heutigen Kunst. Themen wie Klimawandel und Biosphäre bestimmen das Ausstellungsgeschehen. Recycling als künstlerische Methode, die Vermeidung umweltschädlicher Materialien und die Versöhnung von Kunst und Natur sind in der jungen Generation immer präsent. Wir erleben einen tiefen Wandel.

ISBN 978-3-902968-87-6     34,00 €  Portofrei     Bestellen

Wie die Kunstgeschichte zeigt, kann Kunst sensibilisieren und neue Naturverhältnisse entwickeln. Wie war dies in der Renaissance, bei Leonardo da Vinci, der Romantik, im Impressionismus, in der frühen Moderne des 20. Jahrhunderts und der Land Art der 1970er Jahre? Und: Kann Kunst helfen, den Planeten zu reparieren? Den Text begleiten etwa 50 wesentliche Werke zu diesen Fragestellungen aus Vergangenheit und Gegenwart.

„Jede Künstlerin, jeder Künstler findet ein eigenes Verhältnis zur Natur und entwickelt es ständig weiter. Das ist grundlegend überhaupt für künstlerische Arbeit. Auch deshalb ist die These, die europäische Kunst sei seit der Renaissance auf einem dauerhaften Gegensatz zur Natur aufgebaut, den wir jetzt beenden müssten, viel zu einfach gedacht. Nichts ist spannender, als den Naturbegriffen nachzugehen, die in jeder Epoche neu entwickelt wurden und mit denen sich die bildende Kunst sehr unabhängig von der parallelen Geschichte der Industrialisierung erweist.“ Robert Fleck

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

Pressestimmen:

Die rettende Kraft von Einfühlung und Phantasie: (...) Durch Delegation an politische Entscheidungsträger lässt sich Zukunftsfähigkeit nicht gewinnen. Sie umfasst weit mehr als äußere Strukturreformen. Sie setzt einen lebensweltlich grundierten Mentalitätswandel voraus, eine Abkehr von tief verankerten Selbstverständlichkeiten und eine völlig neue Verbundenheit mit der Natur. Der ästhetischen Dimension kommt hierbei Bedeutung zu. Über sie lassen sich Möglichkeitsfenster aufstoßen. Das ist die These von Robert Fleck (geb. 1957). Als renommierter Ausstellungsmacher, Museumsintendant, Professor für Kunst und Öffentlichkeit in Düsseldorf weiß er, wovon er spricht. Von Markus HenningAG Freiwirtschaft 27.04.24

(...) Der Kunstbegriff ist bei Fleck aber weiter gefasst und schließt auch deren Vermittlungs- und Vermarktungsinstitutionen ein (121ff). Dabei geht es vor allem um Museen, zu deren Ökologisierung intensive Bemühungen um energetische Optimierungen gehören, und die weltweiten Kunstmessen, deren entschieden zweifelhafte Ökobilanz Fleck penibel zusammenzählt. Insgesamt ein zum Nachdenken anregendes Buch. Von Hubertus Kohle, Institut für Kunstgeschichte, Ludwig-Maximilians-Universität MünchenSehpunkte 2024 Nr. 2

Kann Kunst die Umwelt retten? (...) Erstmal die schlechte Nachricht: Kunst ist Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Jeden- falls, wenn es darum geht, den Klimawandel zu verlangsamen. (Von „stoppen“ redet ja schon längst keiner und keine mehr.) Gut, vielleicht ist nicht die „Kunst“ im Ganzen, aber zumindest das Kunstsystem Teil des Problems. [Podcast 6:41] Von Jantschek, ThorstenDeutschlandfunk 12.01.24   Die Buchkritik zum Lesen → PDF

Absichtslos Sensibilität schaffen: Robert Fleck denkt darüber nach, wie die Kunst am besten für die Natur eintreten kann. Sein überzeugend geschriebenes Buch ist ein Augenöffner. Von Ingo Arendtaz 09.01.24

Der Autor:

Robert Fleck, Jahrgang 1957, Historiker, Autor und Ausstellungsmacher, hat in Wien und Paris Geschichte, Philosophie (u. a. bei Gilles Deleuze und Michel Foucault) und Kunstgeschichte studiert und in Innsbruck promoviert. Er gilt als einer der renommiertesten Ausstellungskuratoren, war 1991 bis 1993 der erste österreichische Bundeskunstkurator, 2007 Kommissär des österreichischen Biennale-Pavillons (Herbert Brandl) und 2009 bis 2012 Intendant der Bundeskunsthalle in Bonn. Heute ist er Professor für Kunst und Öffentlichkeit und Koordinator der Projekte zum 250-jährigen Jubiläum an der Kunstakademie Düsseldorf.

 

Erstellt: 02.05.2024 - 08:27  |  Geändert: 02.05.2024 - 08:56