Karim Khan's true legacy is holding Israel to account | The David Hearst Podcast
auf YouTube (28.07.2026) 9:42
David Hearst, Chefredakteur von „Middle East Eye“, erklärt, die Entlassung des Anklägers des Internationalen Strafgerichtshofs, Karim Khan, sei das Ergebnis einer 18-monatigen, von Israel angeführten Kampagne gewesen, nachdem Khan Haftbefehle gegen Benjamin Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant beantragt hatte.
Hearst sagt, Israel habe kaum versucht, seine Rolle zu verbergen. Khan sei eingeschüchtert, über Mittelsmänner unter Druck gesetzt und von Netanjahu öffentlich angeklagt worden, obwohl Khan die Haftbefehle beantragt hatte, bevor er von den Vorwürfen gegen ihn Kenntnis erlangte.
Hearst warnt, dass die Absetzung Khans den IStGH nicht schützen werde. Stattdessen habe sie Israel, die Vereinigten Staaten und pro-israelische Aktivisten ermutigt, andere internationale Amtsträger ins Visier zu nehmen, darunter die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese, während die Haftbefehle gegen Netanjahu und Gallant weiterhin rechtlichen Anfechtungen ausgesetzt sind.
Er kommt zu dem Schluss, dass, was auch immer nun mit Khan geschieht, sein Name für immer mit den Haftbefehlen des IStGH gegen Netanjahu und Gallant verbunden bleiben wird, die nach wie vor die wirksamste, ernsthafteste und bedeutendste Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf den Völkermord im Gazastreifen darstellen. Diese Haftbefehle decken israelische Kriegsverbrechen wie nie zuvor auf und ziehen – zum ersten Mal in diesem Konflikt überhaupt – die höchsten Amtsträger des Landes dafür zur Rechenschaft. Khan wagte es, sich gegen die Mächtigen und Einflussreichen zu stellen, um Gerechtigkeit für die Opfer zu erlangen, und das wird sein wahres Vermächtnis sein.
David Hearst, editor in chief of Middle East Eye, says that the dismissal of International Criminal Court prosecutor Karim Khan was the result of an 18 month campaign led by Israel after he sought arrest warrants for Benjamin Netanyahu and former defence minister Yoav Gallant.
Hearst says Israel made little effort to hide its role. Khan was intimidated, pressured through intermediaries and publicly accused by Netanyahu, even though Khan had applied for the warrants before becoming aware of the allegations against him.
Hearst warns that removing Khan will not protect the ICC. Instead, it has encouraged Israel, the United States and pro-Israel campaigners to target other international officials, including UN special rapporteur Francesca Albanese, while the warrants against Netanyahu and Gallant face continuing legal challenges.
He concludes that whatever now happens to Khan, his name will be linked forever to the ICC arrest warrants against Netanyahu and Gallant, which remain the most effective, serious and meaningful response the international community has made to the genocide in Gaza. Those warrants expose Israeli war crimes as never before and, for the first time ever in this conflict, make the highest office bearers in the land accountable for them. Khan dared to stand against the mighty and powerful to pursue justice for the victims, and that will be his true legacy.