Karim Ahmad Khan (Jahrgang 1970) ist ein britischer Jurist und Spezialist für Völkerstrafrecht und internationale Menschenrechte. Er arbeitete zunächst als Staatsanwalt in England und später an den internationalen Strafgerichtshöfen für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda. In Verfahren vor internationalen Gerichten war er sowohl für Anklagebehörden als auch als Verteidiger tätig, unter anderem für Charles Taylor, William Ruto und Saif al-Islam al-Gaddafi. Von 2018 bis 2021 leitete er das UN-Ermittlungsteam UNITAD zur Aufklärung der Verbrechen des sogenannten Islamischen Staates im Irak. 2021 wurde Khan zum Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag gewählt. Während seiner Amtszeit beantragte seine Behörde unter anderem Haftbefehle gegen Wladimir Putin, Benjamin Netanjahu, Joaw Galant und mehrere führende Hamas-Mitglieder. Im Mai 2025 ließ Khan sein Amt wegen Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens ruhen; er bestritt die Anschuldigungen. Am 24. Juli 2026 enthoben ihn die Vertragsstaaten des Gerichtshofs wegen festgestellten schweren Fehlverhaltens und einer schwerwiegenden Verletzung seiner Amtspflichten seines Amtes.
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