10.07.2026

We Are NATO

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Als der Zweite Weltkrieg endete, lag die Welt in Trümmern. Millionen Menschen hatten ihr Leben verloren, Städte waren zerstört worden, und die durch den Faschismus verursachte Katastrophe lastete schwer auf der Menschheit. Doch die Völker der Sowjetunion, die Partisanen, die Kommunisten, die Arbeiter und die Millionen, die gegen den Kolonialismus kämpften, zeigten, dass eine andere Zukunft möglich war.
Nach dem Krieg wurde der Sozialismus in weiten Teilen der Welt zu einer echten Kraft. Während der Einfluss der kommunistischen Parteien und der Arbeiterbewegungen in Europa wuchs, kämpften die Völker Asiens, Afrikas und Lateinamerikas für ihre Unabhängigkeit. Die imperialistischen Staaten und die Kapitalistenklasse versuchten, ihre verlorenen Positionen zurückzugewinnen, den Vormarsch des Sozialismus aufzuhalten und die kolonialisierten Völker erneut unter ihre Kontrolle zu bringen.
Zunächst wurde wirtschaftliche Abhängigkeit geschaffen. Durch Hilfspakete, Kredite und Entwicklungsprogramme wurden die Länder an das amerikanische Kapital gebunden.
Anschließend wurden Kommunisten aus den Regierungen entfernt, Gewerkschaften gespalten und Streiks unterdrückt. Im Jahr 1949 wurde die militärische Organisation dieser Gegenoffensive gegründet: die NATO.

Die NATO präsentierte sich als Verteidigungsbündnis, das zum Schutz des Friedens geschaffen worden war. Doch ihre Ziele beschränkten sich nicht auf die Armeen anderer Staaten. Zu ihnen gehörten auch organisierte Arbeiter, Bauern, die Land forderten, Völker, die nach Unabhängigkeit strebten, junge Menschen, die gegen den Imperialismus kämpften, und diejenigen, die den Sozialismus verteidigten. Die NATO war eine internationale Streitmacht, die geschaffen wurde, um die Märkte, Investitionen, Energiewege und die politische Vorherrschaft des westlichen Kapitals zu schützen.

Im Zuge der Erweiterung der NATO wurden neben den offiziellen Armeen geheime Strukturen aufgebaut. Durch Gladio und ähnliche Organisationen wurden Faschisten, Geheimdienstmitarbeiter und antikommunistische Gruppen zusammengebracht. Morde, Provokationen, Staatsstreiche und Repressionen wurden eingesetzt, um Volksbewegungen zu zerschlagen.

Als sich die Sowjetunion auflöste, erwarteten viele, dass sich auch die NATO auflösen würde. Stattdessen dehnte sie sich aus. Jugoslawien wurde bombardiert, Afghanistan besetzt und Libyen zerstört. Jeder Krieg wurde mit den Worten „Freiheit“, „Demokratie“, „Menschenrechte“ und „Sicherheit“ gerechtfertigt. Was zurückblieb, waren verwüstete Länder, zerrissene Gesellschaften, Millionen von Flüchtlingen und neue, für das Kapital erschlossene Märkte.

Heute erhöht die NATO die Militärhaushalte, errichtet neue Stützpunkte und rüstet Häfen, Eisenbahnstrecken und Flughäfen für den Krieg aus. Ressourcen, die von den Völkern für Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohnraum erwirtschaftet werden, fließen an die Rüstungsmonopole. Den Völkern wird beigebracht, einander zu fürchten, denn Angst ist ein wirksames Instrument der Herrschaft und Spaltung.

Doch auch weltweit gibt es Widerstand. Hafenarbeiter stoppen Waffenlieferungen, Gewerkschafter stellen sich vor NATO-Züge, Frauen halten Wache vor den Toren von Militärstützpunkten, junge Menschen füllen die öffentlichen Plätze, und Millionen erklären, dass die Völker der Welt keine Feinde sind.

Der Kampf gegen die NATO ist nicht nur ein Kampf gegen eine militärische Organisation. Es ist ein Kampf gegen eine imperialistische Ordnung, die Krieg, Besatzung und Ausbeutung in Profitquellen verwandelt. Echter Frieden ist nur in einer Welt möglich, in der die Völker solidarisch zusammenleben können, in der Unabhängigkeit nicht im Schatten von Militärstützpunkten aufgebaut wird und in der die Zukunft der Menschheit von den arbeitenden Menschen und nicht von Monopolen bestimmt wird.


When the Second World War ended, the world lay in ruins. Millions of people had lost their lives, cities had been destroyed, and the catastrophe created by fascism weighed heavily upon humanity. Yet the Soviet peoples, partisans, communists, workers and the millions who fought against colonialism demonstrated that another future was possible.

After the war, socialism became a real force across a large part of the world. While the influence of communist parties and workers’ movements grew in Europe, the peoples of Asia, Africa and Latin America struggled for independence. The imperialist states and the capitalist class sought to recover their lost positions, halt the advance of socialism and place colonised peoples under their control once again.

Economic dependency was established first. Through aid packages, loans and development programmes, countries were tied to American capital. Communists were then removed from governments, trade unions were divided and strikes were suppressed. In 1949, the military organisation of this counteroffensive was established: NATO.

NATO presented itself as a defensive alliance created to protect peace. Yet its targets were not limited to the armies of other states. They also included organised workers, peasants demanding land, peoples seeking independence, young people fighting imperialism and those who defended socialism. NATO was an international armed force created to protect the markets, investments, energy routes and political domination of Western capital.

As NATO expanded, clandestine structures were established alongside official armies. Through Gladio and similar organisations, fascists, intelligence operatives and anti-communist groups were brought together. Murders, provocations, coups and repression were used in attempts to crush popular movements.

When the Soviet Union dissolved, many expected NATO to dissolve as well. Instead, it expanded. Yugoslavia was bombed, Afghanistan was occupied and Libya was destroyed. Every war was justified with the words “freedom”, “democracy”, “human rights” and “security”. What remained were devastated countries, fractured societies, millions of refugees and new markets opened to capital.

Today NATO increases military budgets, builds new bases and prepares ports, railways and airports for war. Resources produced by peoples for healthcare, education and housing are transferred to the arms monopolies. Peoples are taught to fear one another because fear is an effective instrument of rule and division.

But resistance also exists throughout the world. Dockworkers stop weapons shipments, trade unionists stand in front of NATO trains, women keep watch at the gates of military bases, young people fill the public squares, and millions declare that the peoples of the world are not enemies.

The struggle against NATO is not merely a struggle against a military organisation. It is a struggle against an imperialist order that transforms war, occupation and exploitation into sources of profit. Genuine peace is possible only in a world where peoples can live together in solidarity, independence is not built in the shadow of military bases, and the future of humanity is decided by working people rather than monopolies.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
3min 54s

Erstellt: 11.07.2026 - 08:27  |  Geändert: 17.07.2026 - 06:35

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