Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der allgemeinverständlichen Vermittlung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhänge. Sein besonderes Interesse gilt einem tieferen Verständnis lebendiger Prozesse und ihrem Verhältnis zur herrschenden Wissenschaft, Ökonomie, Technologie und Moral. Seine disziplinübergreifenden Veranstaltungen finden immer wieder ein breites öffentliches Interesse. Zwischen dem Fließen des Geldes im sozialen Organismus einer Wirtschaft und dem Fließen der Lebensenergie im Organismus eines Menschen sieht Bernd Senf erstaunliche funktionelle Identitäten:
Bernd Senf - Der Nebel um das Geld. Vortrag in Bautzen am 18.01.2017
auf YouTube (30.01.2017) 2:35:57
Die 8 reichsten Männer der Welt besitzen so viel Vermögen wie die andere Hälfte der Menschheit zusammen. Warum ist das so und wieso müssen die Bürger immer für pleite gehende Banken bürgen?
Und wieso kann Geld angeblich "arbeiten"?
Und warum wird die Schere zwischen Arm und Reich immer größer? Von Jahr zu Jahr.
Kann es sein, dass das derzeitige Geldsystem so angelegt ist, dass automatisch die Geldwerte von der arbeitenden Masse an die Wohlhabenden abgeleitet wird?
Ist das Geldsystem ein System der Plünderung, wo der Plünderer aber nicht als der Dieb erscheint?
Und wieso geht man zu einer Bank, weil man kein Geld besitzt und die Bank erschafft das Geld aus dem "Nichts", weil sie es selbst gar nicht hat? Wieso ist Geld immer an Schuld gekoppelt?
Wieso ist dieses Geld und die im Umlauf befindliche Geldmenge mittlerweile weit von der Realwirtschaft entfernt? Wie entsteht eigentlich ein Kredit? Wer darf Geld "erzeugen"?
Und warum liegt das System der Geldschöpfung in privaten Händen? Und warum haben Kriege und Geld immer miteinander etwas zu tun?
Wer diese Fragen erkunden möchte, für den haben wir den Vortrag von Bernd Senf in Bautzen aufgezeichnet. "Der Nebel um das Geld."
Gefilmt am 18. Januar 2017.
Bernd Senf ist Professor für Volkswirtschaftslehre. Von 1973 bis 2009 lehrte er an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.