In „Doppelgänger: Eine Reise in die Spiegelwelt“ erforscht Naomi Klein das Konzept der „Spiegelwelt“ – einer verzerrten, verschwörerischen Realität, die im digitalen Zeitalter von Fehlinformationen, Polarisierung und Identitätsmanipulation lebt. Kleins Reise beginnt damit, dass man sie mit Naomi Wolf verwechselt, die von progressiven Ideen zu Verschwörungstheorien wechselte. Diese Erfahrung führt Klein zu der Frage, wie soziale Medien und extreme Ideologien Echokammern befeuern und Menschen dazu bringen, nach einfachen Antworten auf komplexe Fragen zu suchen.
Klein beschreibt die Spiegelwelt als einen Ort, an dem Menschen etablierten Autoritäten misstrauen und sich stattdessen Quellen zuwenden, die „verborgene Wahrheiten“ versprechen. Die Taktik des „Teile und Herrsche“ dieser Welt macht Menschen anfälliger für extreme Identitäten oder „Doppelgänger“, die für verdrehte politische Ansichten und tiefe Polarisierung stehen. Klein warnt davor, dass das „Branding“ persönlicher Identitäten das Wachstum einschränkt und Menschen weniger offen für neue Ideen macht.
Sie ermutigt die Leser, Fakten zu überprüfen, Echokammern zu meiden und reale Verbindungen aufzubauen, um spaltenden Kräften zu widerstehen. Klein glaubt, dass die Gesellschaft durch Empathie und Medienkompetenz die Manipulation der Spiegelwelt überwinden kann. Ihre Botschaft ist klar: Durch die kritische Auseinandersetzung mit Informationen und anderen Menschen können wir Einheit fördern und verhindern, in polarisierende Fallen zu tappen.