19.03.2015

"Gesellschaft der Angst" mit Heinz Bude und Jutta Allmendinger

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Medienpräsenz

Mit dem Begriff der Angst erfasst Heinz Bude eine Gesellschaft der verstörenden Ungewissheit, der runtergeschluckten Wut und der stillen Verbitterung. Es handelt sich weniger um die Angst vor einem "großen Anderen", als vielmehr um die Angst vor den eigenen, schier unendlich wirkenden Möglichkeiten. Angst ist der Ausdruck für einen Gesellschaftszustand mit schwankendem Boden.

Seit dem Erscheinen seines Buches "Gesellschaft der Angst" ist Heinz Bude zum Spezialisten für das Thema geworden. Im Disput mit Jutta Allmendinger versucht der Abend Antworten auf die Frage, wie politisch die Angst ist, von der Bude spricht und ob es Auswege gibt – für den Einzelnen und für die Gesellschaft.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 47min 36s

Erstellt: 28.11.2025 - 08:04  |  Geändert: 28.11.2025 - 08:04

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Angst kennzeichnet eine Zeit, in der in Europa Populisten von rechts im Anmarsch sind, in der sich unter ganz normalen Leuten Erschöpfungsdepressionen ausbreiten und in der der Kapitalismus von allen als Krisenzusammenhang erlebt wird. Angst ist der Ausdruck für einen Gesellschaftszustand mit schwankendem Boden. Die Mehrheitsklasse, die nach wie vor zur Wahl geht, die Biokost bevorzugt und deren Kinder das Gymnasium besuchen, fühlt sich in ihrem sozialen Status bedroht und im Blick auf ihre Zukunft gefährdet. Man ist von dem Empfinden beherrscht, in eine Welt geworfen zu sein, die einem nicht mehr gehört.