22.10.2025

Julia Neigel: Kulturelle Teilhabe statt Plünderung der Kultur

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Ein Bereich, der in den letzten Jahren wie kein anderer selbstverständlich geopfert wurde, ist die Kultur- und Kunstszene. Dabei ist seit Goethe bekannt, dass dort, wo die Kunst aufhört, die Barbarei beginnt.

Wie wenig systemrelevant dieser gesellschaftliche Bereich ist, sah man während der Coronazeit, welche der schon ohnehin gebeutelten Kunst- und Kulturszene den Rest gegeben hat – so die Rock- und Pop-Ikone Julia Neigel. Diesen blinden Fleck im öffentlichen Diskurs leuchtet dieses ausführliche Interview aus. Keine andere Gesprächspartnerin als Julia Neigel eignet sich besser dafür, da sie zu den seltenen Exemplaren gehört, die wissen, wie man auch außerhalb der Musikbranche den Mund aufmacht, ohne dabei Repressalien zu erfahren. Unschlagbares Wissen in der Juristik und das Bewusstsein über die eigenen Rechte machen die ehemalige Aufsichtsrätin der GEMA zu einer Schlüsselfigur im Kampf um den Erhalt und den Schutz des Schöpfertums sowie der materiellen und immateriellen Rechte von Künstlern.

Nicht nur zog sie mit einer Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das rechtsmissbräuchliche Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz zu Felde, sie kämpft auch gegen zwei diskriminierende Corona-Verordnungen (2G-Regelung) im Bundesland Sachsen. Und nicht zuletzt reiste sie am 18. September 2025 nach Genf zu den Vereinten Nationen, um der Bundesrepublik Deutschland weiteren Raubbau an der Kultur zu verwehren. Denn wenn Grundrechte, wie die freie Berufsausübung und das Recht auf kulturelle Teilhabe, auf nationaler Ebene nicht mehr gewahrt werden, greifen die Menschenrechte auf völkerrechtlicher Ebene. In diesem Kontext findet auch das Interview statt.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
50min 56s
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Erstellt: 22.11.2025 - 06:55  |  Geändert: 22.11.2025 - 10:20

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