26.11.2023

Strukturen und Macht - Diskussion mit Ulrich Teusch, Wolfgang Herles, Dirk Koch

Remote Video URL
Quelle

auf YouTube (26.11.2023) 2:50:19

Medienpräsenz
Videokanal

Inhaltsverzeichnis

  • [00:22] – Einleitung und Vorstellung der Gäste Moderator Ken Jebsen begrüßt Dirk Koch (ehem. Spiegel), Fulvio Grimaldi (Kriegsberichterstatter), Ulrich Teusch (Medienwissenschaftler) und Wolfgang Herles (ehem. ZDF).
  • [05:42] – Donald Trump und die Rolle der WahrheitDiskussion über den Wahlsieg Trumps und die Gefahr von Lügen und „postfaktischem Journalismus“ für die Demokratie.
  • [08:17] – Grimaldis Kritik an Hillary ClintonFulvio Grimaldi begründet, warum er Clinton für gefährlicher hält als Trump, und verweist auf ihre Rolle in Kriegen (Libyen, Jugoslawien).
  • [10:36] – Medienkonzentration und Staatsferne Debatte über die Macht weniger Großkonzerne in der Medienlandschaft und den Mangel an unabhängigem Journalismus.
  • [13:12] – Wolfgang Herles über die Wendezeit im ZDFHerles berichtet von politischen Anweisungen während der Wiedervereinigung und wie Helmut Kohl Druck auf die Berichterstattung ausübte.
  • [17:28] – Sprachverbote und Islamismus-Debatte Kritik an der aktuellen Diskussionskultur in Deutschland, am Beispiel von Flüchtlingspolitik und Talkshows (Anne Will).
  • [20:00] – Demokratieverständnis und Machtwechsel Vergleich der demokratischen Strukturen zwischen den USA (Wechselprinzip) und Deutschland (Lange Kanzlerschaften).
  • [35:53] – Die Flick-Affäre und Korruption im Journalismus Dirk Koch erzählt, wie Rudolf Augstein versuchte, die Aufdeckung der Parteispendenaffäre im Spiegel zu verhindern.
  • [46:25] – Grimaldi vs. Herles: Der Ursprung der USA Herles verteidigt amerikanische Werte, während Grimaldi auf die Vernichtung der Ureinwohner und die kriegerische Geschichte der USA hinweist.
  • [58:32] – Der Eklat: Grimaldi gerät mit Herles aneinander) Hier eskaliert die Situation, als Herles die Ansichten von Grimaldi als „blühenden Blödsinn“ bezeichnet. Grimaldi antwortet auf die Beleidigungen und Jebsen muss schlichten.
  • [01:06:54] – Libyen und das Schweigen der Medien Ulrich Teusch analysiert die einseitige Berichterstattung über den Sturz Gaddafis und die fehlende Selbstkritik der Journalisten.
  • [01:13:34] – Quote und Verblödung im Fernsehen Wolfgang Herles kritisiert das „Regiment der Quote“ im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Emotionalisierung von Inhalten.
  • [01:31:51] – Journalismus vs. Aktivismus Diskussion über das Neutralitätsgebot. Herles argumentiert, dass ein Journalist kein Aktivist sein dürfe.
  • [01:35:15] – Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Herles plädiert für die Abschaffung der GEZ-Gebühren und eine Finanzierung aus Steuern nach dem Modell einer Stiftung.
  • [01:43:50] – Das Bild der „Puppenspieler“ Grimaldi spricht über unsichtbare Machtstrukturen und Elitenzirkel (Bilderberger), was erneut zu scharfen Widersprüchen führt.
  • [02:03:18] – Homogenisierung des Mainstreams Teusch erklärt, warum der heutige Journalismus in Krisenzeiten zum „Establishment-Journalismus“ mutiert.
  • [02:15:00] – Überwachung und der „gläserne Bürger“ Diskussion über das BND-Gesetz, NSA-Abhörskandale und den Verlust von Privatsphäre.
  • [02:28:38] – Die Krise der EU und nationale Rückbesinnung Dirk Koch und Fulvio Grimaldi debattieren über den Zustand Europas, den Brexit und das Demokratiedefizit in Brüssel.
  • [02:37:53] – Abschlussstatements Zusammenfassung und Ausblick auf die Zukunft Europas und des Journalismus.

Die Stelle des Konflikts: Grimaldi vs. Herles

Der direkte Zusammenstoß zwischen Fulvio Grimaldi und Wolfgang Herles beginnt bei [58:32]. Herles bezeichnet Grimaldis Ausführungen über Medienkontrolle und politische Macht als „blühenden Blödsinn“ und „totalen Schwachsinn“ [58:45]. Grimaldi kontert, dass es eine Frage der Erziehung sei, andere nicht als „Blödel“ zu bezeichnen [59:08]. Herles erwidert daraufhin, Grimaldi sei ein „Zyniker“ [59:17]. Jebsen unterbricht die Situation schließlich mit einem Applaus, um die hitzige Atmosphäre zu lockern [59:38].

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
2h 50min 19s
Ereignisdatum
16.11.2016
Thematisierte Personen

Erstellt: 16.04.2025 - 08:27  |  Geändert: 04.03.2026 - 15:43

verwendet von

Die Erzeugung von Angst ist äußerst hilfreich, um Herrschaft zu etablieren und zu stabilisieren. Das ist spätestens seit Machiavelli bekannt. Doch wer von Angst überwältigt wird, kann nicht frei sein. Politische Angst unterhöhlt Rechtsstaat und Demokratie. In der "Coronakrise" ist dies durch den repressiven, Angst erzeugenden staatlichen Zugriff auf Individuen und Gesellschaft vielen Menschen bewusst geworden. Ulrich Teusch zeigt, wie wir die Methoden der Angsterzeugung erkennen, uns schützen und wehren können.