WeTeCE Sieben (Medienpräsenz)

2:50:19

Inhaltsverzeichnis

  • [00:22] – Einleitung und Vorstellung der Gäste Moderator Ken Jebsen begrüßt Dirk Koch (ehem. Spiegel), Fulvio Grimaldi (Kriegsberichterstatter), Ulrich Teusch (Medienwissenschaftler) und Wolfgang Herles (ehem. ZDF).
  • [05:42] – Donald Trump und die Rolle der WahrheitDiskussion über den Wahlsieg Trumps und die Gefahr von Lügen und „postfaktischem Journalismus“ für die Demokratie.
  • [08:17] – Grimaldis Kritik an Hillary ClintonFulvio Grimaldi begründet, warum er Clinton für gefährlicher hält als Trump, und verweist auf ihre Rolle in Kriegen (Libyen, Jugoslawien).
  • [10:36] – Medienkonzentration und Staatsferne Debatte über die Macht weniger Großkonzerne in der Medienlandschaft und den Mangel an unabhängigem Journalismus.
  • [13:12] – Wolfgang Herles über die Wendezeit im ZDFHerles berichtet von politischen Anweisungen während der Wiedervereinigung und wie Helmut Kohl Druck auf die Berichterstattung ausübte.
  • [17:28] – Sprachverbote und Islamismus-Debatte Kritik an der aktuellen Diskussionskultur in Deutschland, am Beispiel von Flüchtlingspolitik und Talkshows (Anne Will).
  • [20:00] – Demokratieverständnis und Machtwechsel Vergleich der demokratischen Strukturen zwischen den USA (Wechselprinzip) und Deutschland (Lange Kanzlerschaften).
  • [35:53] – Die Flick-Affäre und Korruption im Journalismus Dirk Koch erzählt, wie Rudolf Augstein versuchte, die Aufdeckung der Parteispendenaffäre im Spiegel zu verhindern.
  • [46:25] – Grimaldi vs. Herles: Der Ursprung der USA Herles verteidigt amerikanische Werte, während Grimaldi auf die Vernichtung der Ureinwohner und die kriegerische Geschichte der USA hinweist.
  • [58:32] – Der Eklat: Grimaldi gerät mit Herles aneinander) Hier eskaliert die Situation, als Herles die Ansichten von Grimaldi als „blühenden Blödsinn“ bezeichnet. Grimaldi antwortet auf die Beleidigungen und Jebsen muss schlichten.
  • [01:06:54] – Libyen und das Schweigen der Medien Ulrich Teusch analysiert die einseitige Berichterstattung über den Sturz Gaddafis und die fehlende Selbstkritik der Journalisten.
  • [01:13:34] – Quote und Verblödung im Fernsehen Wolfgang Herles kritisiert das „Regiment der Quote“ im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Emotionalisierung von Inhalten.
  • [01:31:51] – Journalismus vs. Aktivismus Diskussion über das Neutralitätsgebot. Herles argumentiert, dass ein Journalist kein Aktivist sein dürfe.
  • [01:35:15] – Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Herles plädiert für die Abschaffung der GEZ-Gebühren und eine Finanzierung aus Steuern nach dem Modell einer Stiftung.
  • [01:43:50] – Das Bild der „Puppenspieler“ Grimaldi spricht über unsichtbare Machtstrukturen und Elitenzirkel (Bilderberger), was erneut zu scharfen Widersprüchen führt.
  • [02:03:18] – Homogenisierung des Mainstreams Teusch erklärt, warum der heutige Journalismus in Krisenzeiten zum „Establishment-Journalismus“ mutiert.
  • [02:15:00] – Überwachung und der „gläserne Bürger“ Diskussion über das BND-Gesetz, NSA-Abhörskandale und den Verlust von Privatsphäre.
  • [02:28:38] – Die Krise der EU und nationale Rückbesinnung Dirk Koch und Fulvio Grimaldi debattieren über den Zustand Europas, den Brexit und das Demokratiedefizit in Brüssel.
  • [02:37:53] – Abschlussstatements Zusammenfassung und Ausblick auf die Zukunft Europas und des Journalismus.

Die Stelle des Konflikts: Grimaldi vs. Herles

Der direkte Zusammenstoß zwischen Fulvio Grimaldi und Wolfgang Herles beginnt bei [58:32]. Herles bezeichnet Grimaldis Ausführungen über Medienkontrolle und politische Macht als „blühenden Blödsinn“ und „totalen Schwachsinn“ [58:45]. Grimaldi kontert, dass es eine Frage der Erziehung sei, andere nicht als „Blödel“ zu bezeichnen [59:08]. Herles erwidert daraufhin, Grimaldi sei ein „Zyniker“ [59:17]. Jebsen unterbricht die Situation schließlich mit einem Applaus, um die hitzige Atmosphäre zu lockern [59:38].