Es sind vor allem unsere eigenen Verhaltens- und Denkmuster, die nachhaltiges Neudenken und Handeln verhindern. Der grassierende Klimawandel, die steigende Armut und der Ressourcenverzehr - um nur drei der größten Probleme des Planeten zu benennen - werden aber außerdem zunehmend durch die systemischen Eigenschaften der globalen Ökonomie und Politik vorangetrieben. Dieses nicht trennbare Zusammenspiel verursacht Nachhaltigkeitsfallen, die am Ende der dringend notwenigen Wende entschieden im Wege stehen.
Kersten Reichs brillante Analyse legt diese scheinbar äußeren Nachhaltigkeitsfallen offen und klagt an, weist dabei aber zugleich auf unsere eigene Verantwortung und zeigt so die Chancen zur Veränderung auf. Denn: Wir alle haben dieses System mitkonstruiert - also sind wir es auch, die es wieder zerschlagen können!
Gemüse statt Maschinengewehre – mit Biolandbau Frieden schaffen: Wo vorher ein erbitterter Bürgerkrieg stattfand, gibt es nun keinen Hunger, fast keine Armut und so gut wie keine Kriminalität mehr: Was ein philippinischer Bürgermeister mit seinem Programm „Arms to Farms“ in der 27.000-Einwohner-Stadt Kauswagan mit 13 Dörfern (Barangays) erreichte, sucht seinesgleichen. Es ist die Erfolgsgeschichte einer Stadtgemeinde auf der südphilippinischen Insel Mindanao, die sich weltweit als Modell für Lösungen von gesellschaftlichen Herausforderungen anbietet – und zudem zeigt, dass die Ursachen für kriegerische Konflikte oft ganz woanders liegen, als es oberflächlich erscheint. (inkl. Interview mit dem Initiator, Mastermind und Bürgermeister (Mayor) Rommel C. Arnado) Von Bernward Geier Pressenza Muenchen 29.03.26