In einem neuen postmodernen und transdisziplinären Verständnis von Public Health versteht sich die bisherige Außengrenze der Disziplin als eine, die proliferiert, zum Überschreiten einlädt und ihren Verlauf ständig mit einem neuen Verfallsdatum versieht. Der enge Rahmen, der künstlich um das derzeit sehr bescheidene Fächerspektrum gezogen wird, engt den Blick auf Gesundheit unnötig ein. So behindert er sogar die 1986 von der WHO eingeforderte gesamtgesellschaftlich getragene Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung. In einem innovativen Vorhaben versammeln die Beiträger_innen diejenigen Fachdisziplinen, die bislang nicht ausreichend in gesundheitswissenschaftlichen Diskussionen berücksichtigt wurden. Damit öffnen sie den akademischen Diskurs und geben einen Ausblick auf eine Gesundheitswissenschaft ohne Grenzen.
Gesellschaftsvertrag (Thema)
Plädoyer für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Verteilung der Vermögen
In Debatten um Superreiche heißt es oft, deren Kritiker seien nur neidisch. Doch geht es dabei nicht um Neid. Christian Neuhäuser's profunde Analyse zeigt, dass Gesellschaften, die extreme Formen der Ungleichheit zulassen, nicht friedlich, sondern strukturell zutiefst gewalttätig sind. Und je ungleicher, desto gewalttätiger sind sie.
Das Standardwerk der Jugendforschung
Wie denkt und fühlt die Jugend von heute? Was möchte sie erreichen? Und wie steht sie zu Politik, Gesellschaft und Religion? Diese Fragen beantwortet die neue Shell Jugendstudie. Die Studie untersucht, wie die Generation der 12- bis 25-Jährigen in Deutschland aufwächst.
Indem es den »Wert« ins Zentrum menschlichen Handelns stellt, ist "Die falsche Münze unserer Träume" das Gegenstück zu David Graebers Bestseller "Schulden. Die ersten 5000 Jahre". Ob in der Anhäufung von Reichtum oder in dessen bewusster Zerstörung, ob altruistisch gewendet, ob als Geschenk oder im Gabentausch: um das, was Wert ausmacht, bilden sich Gesellschaften und Machtbeziehungen. Graeber benennt damit das Kernproblem gegenwärtiger Sozialtheorien, die im Angesicht des Neoliberalismus und der alles dominierenden Marktideologie Schiffbruch erlitten haben.
Das Thema Fleisch polarisiert und wirft Fragen auf: Darf man mit Genuss Fleisch essen? Ist das gut oder schlecht für die Gesundheit? Was bedeutet das für die Tiere? Wie wirkt sich ein hoher Fleischverbrauch global aus? Sind Klimaschutz und Fleischkonsum vereinbar? Was hat Fleischkonsum mit Menschenrechten und Insektensterben zu tun? Soll man doch besser vegetarisch leben - oder sogar vegan? Dieses Buch beantwortet die wichtigsten Fragen zu einem Thema, das uns täglich beschäftigt.
Es sind vor allem unsere eigenen Verhaltens- und Denkmuster, die nachhaltiges Neudenken und Handeln verhindern. Der grassierende Klimawandel, die steigende Armut und der Ressourcenverzehr - um nur drei der größten Probleme des Planeten zu benennen - werden aber außerdem zunehmend durch die systemischen Eigenschaften der globalen Ökonomie und Politik vorangetrieben. Dieses nicht trennbare Zusammenspiel verursacht Nachhaltigkeitsfallen, die am Ende der dringend notwenigen Wende entschieden im Wege stehen.
Kersten Reichs brillante Analyse legt diese scheinbar äußeren Nachhaltigkeitsfallen offen und klagt an, weist dabei aber zugleich auf unsere eigene Verantwortung und zeigt so die Chancen zur Veränderung auf. Denn: Wir alle haben dieses System mitkonstruiert - also sind wir es auch, die es wieder zerschlagen können!
Hochwasser des Überflusses: Wie der Mensch die Erde überschwemmt
Obwohl der rasante Wandel unseres Klimas allseits bekannt ist und die Welt tagtäglich verändert, möchten wir weiterhin glauben, dass sie sich in gewohnter Weise weiterdreht; es gibt nur halbherzige Veränderungen, kaum wirkliches Handeln. Kersten Reich führt in einer Tour de force durch die Menschheitsgeschichte lange eingeübte Verhaltens- und Denkmuster vor Augen: Vor allem die Konsumgesellschaft hat zu einer Entgrenzung des Menschen geführt und dabei ursprüngliche Chancen in Hemmnisse für ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften verwandelt. Ein Buch, das die Augen öffnet und Wege aufzeigt, wie ein Neuanfang gelingen könnte!
Unser politisches System fokussiert auf die Souveränität der Menschen und vernachlässigt dabei die drohende Umweltkatastrophe. Unter Rückgriff auf die Phänomenologien von Levinas, Derrida und Ricoeur entwirft Corine Pelluchon eine Existenzphilosophie, die auch Tierwohl und Umweltschutz im Blick hat. Ihre Phänomenologie des "Lebens von" nimmt die Körperlichkeit des Subjekts ernst. Alles, von dem wir leben, ist nicht nur Ressource, sondern Nahrungsmittel; das Bewohnen der Erde ist ein Zusammenwohnen mit anderen Menschen und Spezies. In Anschluss an Heideggers Ontologie der Sorge ist die menschliche Abhängigkeit für Pelluchon kein Zeichen der Schwäche.
ISBN 978-3-534-27241-9
vergriffen
Was ist Recht? Warum gibt es Recht? Und wie funktioniert es? Das Handbuch gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Rechtsbegriffe, -bereiche und -theorien. Es beleuchtet die Geschichte der Rechtsphilosophie, die Begründungen und Legitimität von Recht sowie die Auslegung des Rechts. Darüber hinaus wirft es einen Blick auf neuere Theorien des Rechts wie die Systemtheorie des Rechts, Feministische Rechtstheorien oder Critical Legal Studies und zeigt die aktuellen Herausforderungen auf (Globalisierung, Todesstrafe, Ziviler Ungehorsam).
Es sind die beiden großen Herausforderungen unserer Zeit: die Krise der liberalen Demokratie und der drohende ökologische Kollaps. Was, wenn sie mehr miteinander zu tun haben, als wir glauben? In seinem politischen Essay zeichnet Raphaël Glucksmann ein gestochen scharfes Porträt der westlichen Gesellschaft. Differenziert und unaufgeregt zeigt er: Wir haben verlernt, uns als Zivilgesellschaft mit einer kollektiven Aufgabe und einer gemeinsamen Zukunft zu begreifen. In Zeiten des Klimawandels und auseinanderdriftender Gesellschaften brauchen wir jedoch gerade ein Gespür dafür, was uns verbindet.