Das stählerne Stachelschwein
Häutungen des Westens

Aufrüstung als Abschreckung

In ein 'stählernes Stachelschwein' solle man die Ukraine - auch über den gegenwärtigen Krieg hinaus - verwandeln, befand EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen 2025. Auch Taiwan und Südkorea sollten - schon zu Zeiten des Kalten Krieges - mit einer ähnlichen 'Stachelschwein'-Rolle als 'Bollwerke des Westens' fungieren.

Pointiert zeichnet Luciano Canfora Entwicklungslinien nach und erinnert auch an oft übersehene Aspekte der Geschichte:

ISBN 978-3-89438-874-4 1. Auflage 15.07.2026 12,00 Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Von der Gründung des Atlantikpakts als 'Heiligem Gral' des Westens bis hin zu dem Paradox, dass der 'Feind' des Westens selbst Teil des Westens sein kann. Mitte des 20. Jahrhunderts hatten die Gründungsmitglieder der NATO eines gemeinsam: Ihrer kolonialen Herrschaft wurden Grenzen gesetzt; es galt deshalb, ein neues Gewand für alte Strukturen zu finden. Dazu bedurfte es, während sich die kolonisierte Welt im Aufstand befand, auch einer neuen Sprache: Losungen von 'Freiheit' und 'Demokratie' kaschierten die häufig gewaltsame Rekolonialisierung. Doch auch heute, im Zuge von Verschiebungen innerhalb eines gepanzerten Westens, zeigt sich das dunkle Erbe seiner 'Zivilisation'. 

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Autoreninfos

Luciano Canfora (* 5. Juni 1942 in Bari) ist ein italienischer klassischer Philologe. Er lehrte bis zu seiner Emeritierung als Professor für griechische und lateinische Philologie in Bari. Canfora ist Mitglied des Partito dei Comunisti Italiani und gilt als ein engagierter Intellektueller der italienischen Linken. Seit 1999 ist Canfora korrespondierendes Mitglied der Accademia Roveretana degli Agiati.

Wikipedia (DE): Luciano Canfora

Autoren

Erstellt: 19.08.2026 - 07:03  |  Geändert: 19.08.2026 - 07:15