Die Kälte
Eine Isolation. Autobiografische Erzählung Teil 4/5
Der vierte Band Die Kälte beginnt mit der Groteskversion eines für Bernhards Werk charakteristischen Vorgangs: der mühevollen Integration eines sich von allem ausgeschlossen fühlenden Einzelnen in eine Menschengruppe, in diesem Fall als tuberkulosekranker Patient der Lungenheilstätte Grafenhof. Das Leben wird dort von Bernhard als Strafvollzug, der Berg, das Heukareck als Schicksalswand aufgefasst, als unüberbrückbare Felswand.
Sie sind der Schlüssel zum Werk von Thomas Bernhard. Sie kehren sein Innerstes nach außen. Kein Text, der intimer, berührender ist als die fünf zwischen 1975 und 1982 geschriebenen Erzählungen, in denen der Autor seine traumatischen Kindheits und Jugenderinnerungen beschreibt. In gnadenloser Diktion erzählt er von der Schande seiner unehelichen Geburt, vom Verstoß durch die Mutter und von Aufenthalten in nationalsozialistischen Erziehungsheimen. Seine schwere Tuberkuloseerkrankung bringt ihn an den Rand des Todes. Doch er entscheidet sich für das Leben.
Thomas Bernhard im Buchshop von Neuer Weg
Das Buch bei der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft (ITBG)
Wikipedia (DE): Die Kälte. Eine Isolation