nach der Revolte
Ein Reisebericht zu Überwachung und Widerstand in Hongkong
Hongkong nach der Revolte: Eine Buchhändlerin, die nicht mehr weiß, welche Bücher sie noch verkaufen darf. Eine Dozentin, die nicht denunziert werden will. Ein Gesetz, so vage, dass jeder damit gemeint sein könnte, ein intelligenter Laternenpfahl und ein anarchistisches Café, das den Zuständen trotzt. Dieser Reisebericht beschreibt den Alltag in einer Stadt, in der die nationale Sicherheit die Freiheit ersetzt hat.
Penny Prinz erzählt von Überwachung, Repression und Widerstand - und einem Modus digitaler Herrschaft, der nicht nur in Hongkong Gestalt annimmt.
"Im Film La Haine wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der aus dem 50. Stock fällt und sich dabei immer wieder sagt: Bis hierher lief’s noch ganz gut. - Das sind wir, wenn wir denken, dass unsere Gesellschaftsordnung grundsätzlich eine ist, die unsere politischen Freiheiten hält. Das Gegenteil ist der Fall. Nichts an dieser Ordnung schützt sie, außer die temporäre, arrogante Blindheit vor dem eigenen Aufprall."
Website zum Buch mit weiteren Publikationen
Netzwerk Sicherheit ohne Überwachung
Interviews
»Durch Datenberge im Internet wird Repression effizienter« - Die Buchautorin Penny Prinz spricht über ihre Erfahrungen mit Überwachung und Repression in Hongkong sowie Parallelen in Deutschland, Europa und USA: Mit Ralf Hutter nd 11.06.2026
Zwischen Theorie und Realität: ENS-Studentin forscht und publiziert zur Überwachung in Hongkong: Die Autorin veröffentlicht ihr Buch aus Datenschutzgründen unter Pseudonym. Im Interview spricht sie darüber, wie sie sich wissenschaftlich und persönlich mit dem Thema auseinandergesetzt hat – und warum sie künftig zu Überwachung in Deutschland forschen und dazu promovieren will. europa-uni.de 30.04.2026
