The BREAK—DOWN (Medienpräsenz)

1:06:02

Gestern Abend, mehr als 100 Tage nachdem die USA und Israel den Krieg gegen den Iran begonnen hatten, schienen die USA und der Iran eine teilweise Friedensvereinbarung erzielt zu haben. Als der Krieg Ende Februar ausbrach, war es nahezu unmöglich, die Eskalation der Gewalt nachzuvollziehen.

In den vergangenen Monaten hat dieses Gefühl der Irrationalität kaum nachgelassen, nicht zuletzt, weil die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges und die daraus resultierende Sperrung der Straße von Hormus – auf die Lebensmittel- und Ölpreise sowie auf die Versorgung mit Gütern wie Ammoniak und Aluminium – allmählich spürbar werden.

Die Zerstörungskraft dieses Krieges ist offensichtlich. Weniger klar ist, was er für die Zukunft einer Branche bedeuten könnte, die im Zentrum der Region und des Konflikts steht: Öl.

Unser Gast heute ist Laleh Khalili, Professorin für Golfstudien an der Universität Exeter und Autorin mehrerer Bücher, darunter „Sinews of War and Trade“. In dieser Folge analysiert sie das Chaos des US-amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran, die sich wandelnden Beziehungen zwischen den Ölstaaten der Region, die USA als Imperium im Niedergang und die Zukunft der globalen Energieversorgung.
(Originalbeschreibung auf Englisch)

57:27

Im April dieses Jahres fand in der kolumbianischen Stadt Santa Marta die erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen statt. Die Konferenz war ein wegweisendes Treffen, das darauf abzielte, den Fokus der internationalen Klimadebatte weg von technokratischen Streitereien hin zu der weitaus pointierteren Frage zu verlagern: „Wie können wir die Nutzung fossiler Brennstoffe beenden?“ Ein Großteil der Impulse für diese Konferenz ging vom damaligen kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro aus, der im Wahlkampf 2022 versprochen hatte, Kolumbien von dem, was er als „selbstmörderisches“ fossiles Kapital bezeichnete, zu befreien.

Doch nur wenige Monate später verlor die kolumbianische Linke eine knappe Präsidentschaftswahl gegen den rechtsextremen Herausforderer Abelardo de la Espriella. Damit steht Kolumbien nicht allein da. Lateinamerika, einst Heimat der „Rosa Welle“ linker Regierungen, hat eine Reihe politischer Niederlagen der Linken erlebt, während gleichzeitig eine erstarkte politische Rechte auf den Plan trat, deren symbolträchtige Vertreter die Trump-ähnlichen Persönlichkeiten Nayib Bukele in El Salvador und Javier Milei in Argentinien sind.

Wie lässt sich dieser Wandel in der lateinamerikanischen Politik erklären? Und was bedeutet er für die Klimabewegung, nicht nur in Lateinamerika, sondern weltweit?

Diese Woche ist Guillaume Long zu Gast, Senior Policy Analyst am Center for Economic and Policy Research in Washington, D.C. Zuvor hatte er mehrere Ministerposten in der Regierung Ecuadors inne und war zuletzt als Ständiger Vertreter Ecuadors bei den Vereinten Nationen in Genf tätig. Diese Folge wurde Ende Juni 2026 aufgenommen.
(Originalbeschreibung auf Englisch)