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1979 wussten wir bereits alles, was wir heute über die Wissenschaft des Klimawandels wissen – was geschah, warum es geschah und wie man es aufhalten konnte. In den folgenden zehn Jahren hatten wir die reale Chance, es aufzuhalten. Offensichtlich haben wir versagt.

Nathaniel Richs bahnbrechender Bericht über dieses Scheitern – und darüber, wie verlockend nah wir daran waren, verbindliche Verträge zu unterzeichnen, die uns alle gerettet hätten, bevor sich die fossile Brennstoffindustrie und Politiker dem antiwissenschaftlichen Leugnen verschrieben haben – ist bereits ein journalistischer Bestseller, eine ganze Ausgabe des New York Times Magazine, die positive Vergleiche mit Rachel Carsons „Silent Spring“ und John Herseys „Hiroshima“ erhalten hat. Rich ist über Nacht zu einem gefragten Experten und Redner geworden. Ein großer Filmvertrag ist bereits unter Dach und Fach. Es ist vielleicht die Geschichte, die die Diskussion verändern kann.

In dem Buch „Losing Earth“ kann Rich mehr Kontext zu den Ereignissen der 1980er Jahre liefern und, was noch wichtiger ist, die Geschichte vollständig in die Gegenwart übertragen und sich mit der Frage auseinandersetzen, was diese vergangenen Fehler für uns zu Beginn des 21. Jahrhunderts bedeuten. Es ist nicht nur eine schmerzhafte Offenbarung historisch verpasster Chancen, sondern eine klare und eloquente Einschätzung dessen, wie wir zum heutigen Stand gekommen sind und was wir tun können und müssen, bevor es wirklich zu spät ist.