Donnerstag 15.11.2018, 19:30 Nehmen wir uns die Stadt! 1968 als urbane Revolte. Vortrag Dr. Klaus Ronneberger

Nehmen wir uns die Stadt!

Paris, Turin, Frankfurt: 1968 als urbane Revolte

Vortrag Dr. Klaus Ronneberger, Stadtsoziologe Frankfurt

Erstaunlicherweise finden die urbanen Wurzeln der 68er-Berwegung bei den Retrospektiven im Jubiläumsjahr kaum eine Beachtung. Dabei spielten damals Proteste gegen Fahrpreiserhöhungen, Kampagnen gegen die kapitalistische Sanierungspolitik und die Praxis der Hausbesetzungen eine wichtige Rolle. Der Kampf für eine „andere Stadt“ war zentraler Bestandteil der sozialen Auseinandersetzungen. Dabei hat die Kritik am modernen Urbanismus eine lange Vorgeschichte. Man denke nur an die Architektur-Polemik der Situationisten, die als wichtige Stichwortgeber der späteren Protestbewegung gelten. Doch erst im Gefolge der 68er-Revolte kann sich der Diskurs über die „urbane Frage“ gesellschaftlich verbreitern. Auf jeden Fall ist es unzulässig 1968 auf ein einziges Jahr zu begrenzen, das angeblich „alles verändert hat“. Vielmehr muss man von einem lang anhaltenden Jahrzehnt der Revolte sprechen. Von Klaus Ronneberger

Ort: Buchladen Neuer Weg Sanderstr.23/25, 97070 Würzburg Tel. 0931 / 355910

Termin: Donnerstag, 15.November 2018, 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Veranstalter: Buchladen Neuer Weg

Dr. Klaus Ronneberger ist Autor verschiedener Publikationen zum Thema Stadt, u.a . "Die Stadt als Beute."  Dietz Verlag, Bonn 1999. 240 Seiten.

 

Erstellt: 11.11.2018 - 20:22  |  Geändert: 17.11.2018 - 22:29