Neal Shusterman: Scythe - Die Hüter des Todes. Rezension von Samuel

Rezension
Neal Shusterman: Scythe - Die Hüter des Todes     Fischer Sauerländer     978-3-7373-5506-3     19,99€

Der Roman „Scythe – Die Hüter des Todes“ erzählt als erster Teil einer Trilogie die Geschichte zweier Jugendlicher, Citras und Rowans, in ihrer Ausbildung zur bzw. zum Scythe. Die handlungsumgebende Utopie zeigt sich als eine Welt, in der annähernd alle Verletzungen, wie zum Beispiel der Fall von einem Hochhaus, heilbar sind, der altersbedingte Tod überwunden wurde und der Planet vollständig von einer künstlichen Intelligenz verwaltet wird. Jedoch gibt es eine Ausnahme: das Scythetum, bestehend aus Scythes, deren Aufgabe es ist, zufällig ausgewählte Menschen endgültig zu töten. Die Protagonisten werden nun in ein moralisch, physisch und persönlich konfliktreiches Abenteuer verstrickt.

 

Die wohl größte Schwäche des Romans liegt meiner Meinung nach in seinem Science-Fiction-Teil, da das gesamte System zum einen in der Entstehung niemals so aus unserer Welt hervorginge und selbst mit diesen Voraussetzungen andere Verläufe der Welt viel wahrscheinlicher wären. Doch dieser Kratzer behindert die Gesamterfahrung und Stärken des Buchs kaum, so ziehen einen die Charakterentwicklung, die Handlung der Protagonisten und die sich wandelnde Umgebung stark in den Bann. Und das letztendlich Wichtigste für ein lesenswertes Werk, das Erzeugen von Spannung, Interesse und Unvorhersehbarkeit, wird dem Leser in riesiger Bandbreite geboten.

 

Samuel Heid, 16

 

Scythe - Die Hüter des Todes. Roman von Neal Shusterman

 

Erstellt: 09.10.2017 - 14:23  |  Geändert: 09.10.2017 - 14:23

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