Antje Damm und Katja Gehrmann: Hat Jesus Fußball gespielt? Rezension von Britta Kiersch

Hat Jesus Fußball gespielt? Von Antje DammRezension
Antje Damm und Katja Gehrmann: Hat Jesus Fußball gespielt?      Moritz      978-3-89565-318-6      9,95 €

„Ich heiße Fred und habe ein Wunder erlebt. Gut, es war nur ein kleines Wunder, aber es ist wirklich so passiert und ich will die Geschichte erzählen. Das Wunder heißt Adi und wedelt gerade mit dem Schwanz. Adi ist eine struppige Promenadenmischung und mein Hund. Er wohnt nicht bei mir, aber ich würde trotzdem sagen, dass er und ich zusammengehören. Jetzt aber mal der Reihe nach…“

Zuerst erfahren wir, dass Fred und Emil beste Freunde und begeisterte Fußballspieler sind. Sie haben sogar einen eigenen Fußballverein gegründet. Die Zwillingsschwestern Ebru und Hawa sind auch in dem Verein. „Mädchen hin oder her, wir brauchen jeden Mann.“, meint Fred und nach den Hausaufgaben wird auf der Wiese am Ende der Straße gebolzt. Wenn Freds kleine Schwestern auch noch mitmachen, können sie sogar richtig auf zwei Tore spielen.

Eines Tages fliegt Freds guter Lederball über die Mauer eines Nachbarn, der sehr unbeliebt in der Nachbarschaft ist und als schrecklich unfreundlich gilt. Als die Kinder läuten, um den Ball wieder zu bekommen, macht niemand auf, obwohl sie sehen, dass sich an einem Fenster die Vorhänge bewegen. Als sie zwei Tage später nachsehen, liegt der Ball nicht mehr im Garten und als sie wieder läuten, ruft der Nachbar ganz böse durch’s Fenster und verjagt sie.

Dann fällt Fred eine Geschichte ein, die ihnen im Religionsunterricht vorgelesen wurde. Die Geschichte von Jesus und dem habgierigen Zachäus, der zwar viel Geld aber keine Freunde hat und der durch Jesus erfährt, dass Zuwendung und Nächstenliebe viel wertvoller sind als alles Hab und Gut. „Wenn an der Geschichte was dran ist, dann wird uns der Kruzi den Ball wiedergeben, wenn wir auch nett zu ihm sind.“ Und die Kinder schreiben einen reizenden Brief auf den Ersatzplastikfussball, den sie dann auch über die Mauer in den Garten des Nachbarn schießen. Aber als auch nach ein paar Tagen ihr Ball immer noch nicht wieder aufgetaucht ist, müssen sie enttäuscht einsehen, dass ihre gute Idee nicht funktioniert hat und die Geschichten aus der Bibel wohl doch nur Geschichten sind.

Das Wunder geschieht aber doch noch und hat mit der Frau vom Kruzi zu tun. Mehr wird nicht verraten. Auf jeden Fall hat Antje Damm überzeugend gezeigt, dass es durchaus Sinn macht, freundlich zueinander zu sein. Fred erlebt es dann genauso: Seine Freundlichkeit zahlt sich am Schluss aus und sein Leben erfährt eine besondere Bereicherung. Mit seinen pfiffigen Illustrationen ist dieses Büchlein auch schon ab 5 zum Vorlesen geeignet, denn das Thema spricht sicher auch schon Kinder in diesem Alter an. Außerdem hat Antje Damm wieder so einen frischen und ungezwungenen Ton getroffen, dass sicher auch das Vorlesen selbst ein Vergnügen ist.

Von Britta Kiersch

Hat Jesus Fußball gespielt? Von Antje Damm und Katja Gehrmann

 

Erstellt: 29.03.2016 - 12:23  |  Geändert: 29.03.2016 - 12:49

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