Deportationen und Erinnerungsprozesse in Unterfranken und an den Zielorten der Transporte

Deportationen und Erinnerungsprozesse in Unterfranken und an den Zielorten der TransporteZiel des vorliegenden Bandes ist es, in einer kurzen und allgemein verständlichen Form, aber auf wissenschaftlicher Grundlage über die Deportationen aus Mainfranken, die Ziele der Transporte und die Lager im Osten zu informieren.

ISBN 978-3-95650-066-4     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Dort wurden fast alle Deportierten ermordet. Zugleich möchte er das Gedenken an diesen Orten ebenso betrachten wie die Erinnerungsprozesse am Ausgangsort. Diese beiden Aspekte der Erinnerungskultur werden vor allem von Beteiligten in ihrer je sehr persönlichen Perspektive in kurzen Beiträgen vorgestellt.

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Buchbesprechungen

  • Von der Aumühle auf dem Weg in den Tod. Neue Publikation über Deportationen. Am 10. Mai 2011 gingen mehr als 3000 Menschen aus ganz Unterfranken vom Platz'schen Garten bis zum Güterbahnhof Aumühle. Das war der Weg, den viele mainfränkische Juden 1942 zu Beginn ihrer Deportationen laufen mussten. Die Menschen trugen in Erinnerung an alle Opfer stellvertretend Namenstafeln der Juden, die am 25. April 1942 verschleppt wurden. Von Ernst Jerg → Mainpost vom 14.04.2015
  • Die Deportationen der mainfränkischen Juden 1941-44. Band beleuchtet historische Hintergründe und aktuelle Erinnerungskultur… Am 10. Mai 2011 versammelten sich in Würzburg mehr als 3.000 Menschen am Platz’schen Garten. Von diesem Ort, einem ehemaligen Gartenlokal mit großen Festsälen, wurden im April 1942 über 850 Juden aus Würzburg und den mainfränkischen Gemeinden nach Krasniczyn deportiert. Krasniczyn war ursprünglich ein kleines Dorf im Bezirk Lublin; gut die Hälfte der Bewohner waren Juden. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion errichteten die Deutschen dort ein Transitlager, insbesondere für jüdische Deportierte aus dem Reichsgebiet. Der Transport aus Würzburg verlief ohne „besondere Vorfälle“, wie der zuständige Kriminaloberassistent mitteilte. Nur wenig später wurden die Verschleppten in die Vernichtungslager Sobibor oder Belzec gebracht. Insgesamt lassen sich zwischen 1941 und 1944 acht sogenannte Evakuierungs-Transporte mainfränkischer Juden belegen. Von den 2069 Männern, Frauen und Kindern überlebten lediglich 60 – das sind knapp drei Prozent. → haGalil vom 14.04.2015

 

Erstellt: 17.04.2015 - 17:13  |  Geändert: 02.12.2020 - 18:02

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