Vom Häuserkampf zur neoliberalen Stadt. Von Armin Kuhn

Vom Häuserkampf zur neoliberalen Stadt. Von Armin KuhnHausbesetzungen, noch heute Symbole radikaler städtischer Bewegungen, haben ihren Ursprung im Widerstand gegen die fordistische Stadt. Armin Kuhn beschreibt die Hausbesetzungen als Bewegungen, die gegen die zerstörerischen und disziplinierenden Auswirkungen fordistischer Stadtpolitik entstanden und deren Erfolge davon abhingen, zu welchem Zeitpunkt sie auftraten: Am Übergang von der Krise zu einer neuen, noch offenen und umkämpften Form städtischen Regierens. Oder zu einer Zeit, als das politische Terrain bereits neoliberal abgesteckt war.

ISBN 978-3-89691-974-8     24,90 €  Portofrei     Bestellen

Er untersucht systematisch die Berührungspunkte mit neoliberalen Politikansätzen, die anfangs eine Durchsetzung bestimmter Ziele ermöglicht und später zur Einhegung und Eingliederung der Besetzungen geführt haben. Heute, angesichts einer tiefen Krise der neoliberalen Stadt, wird die Frage nach dem Recht auf Stadt wieder mit Nachdruck gestellt. Besetzungen spielen dort eine entscheidende Rolle, wo es gelungen ist, die ambivalent gewordenen Strategien und Identitätsentwürfe abzuschütteln und sich den neuen, aus städtischen Alltagsbeziehungen entstandenen Formen des Gemeinsamen zu öffnen.

Mehr Infos...

Inhaltsverzeichnis

"Der Abschied von der subkulturellen Identität ist notwendig". Über die möglichen Perspektiven von Hausbesetzungen heute - ein Gespräch mit Armin Kuhn. In den letzten Wochen wird in Berlin wieder über Hausbesetzungen als Aktionsform zur Verhinderung von Vertreibungen von Mietern diskutiert. Allerdings wird es ein Revival der alten Berliner Besetzerbewegung kaum geben, meint Armin Kuhn. Von Peter Nowak → Telepolis vom 12.02.2015

Autoren: