Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen. Von Jennifer Teege u. Nikola Sellmair

Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen. Von Jennifer Teege u. Nikola SellmairEs ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: Mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch einen Zufall, wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth.

ISBN 978-3-499-61327-2     9,99 €  Portofrei     Bestellen

Taschenbuchausgabe 2014

Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler. Göth war verantwortlich für den Tod Tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord.

Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Sie wurde bei Adoptiveltern groß und hat danach in Israel studiert. Jetzt ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie trifft ihre Mutter wieder, die sie viele Jahre nicht gesehen hat.

Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recherchiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reist nach Israel und nach Polen. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung. Jede Wahrheit ist besser als das Schweigen.

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Das Böse ist der Großvater. Die Szene aus dem Film "Schindlers Liste" verstört: KZ-Kommandant Amon Göth schießt mit dem Jagdgewehr vom Balkon seiner Lagervilla willkürlich auf Insassen. Wie es ist, wenn sich der Inbegriff des Bösen plötzlich als der eigene Großvater entpuppt, schildert Jennifer Teege in ihrem eindrucksvollen Buch. Von Gemma Pörzgen → Deutschlandfunk vom 30.09.2013

"Er hat mich bis in meine Träume verfolgt" Mit sieben Jahren wurde sie adoptiert, mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege zufällig das Familiengeheimnis: Ihr Großvater war der KZ-Kommandant Amon Göth. Ein Gespräch über einen Massenmörder als Opa. Von Kerstin Rottmann → DIE WELT vom 21.09.2013