Bahro - Harich - Havemann. Von Alexander Amberger

Bahro - Harich - Havemann. Von Alexander AmbergerMarxistische Systemkritik und politische Utopie in der DDR. Die Grenzen ungebremsten Wirtschaftswachstums wurden nach 1970 auch von der DDR-Opposition diskutiert. Im Ergebnis entstanden drei Öko-Utopien, die bei aller Sperrigkeit erstaunlich relevante Fragen aufwerfen. Rudolf Bahro, Wolfgang Harich und Robert Havemann waren die wohl bekanntesten SED-Kritiker in der DDR.

ISBN 978-3-506-77982-3    39,90 €  Portofrei     Bestellen

Dabei verstanden sie sich als Marxisten und ihre Forderungen reichten weit über eine Demokratisierung des Realsozialismus hinaus. Als in den siebziger Jahren im Westen die Umweltfrage wichtiger wurde, hielt die SED das für ein ideologisches Manöver des Klassenfeindes. Anders sahen das die drei Dissidenten: Sie verbanden Sozialismus und Ökologie und griffen dabei auf die unter Marxisten verpönte Utopie zurück. Damit schufen sie für den Ostblock einmalige politische Konzeptionen. Alexander Amberger stellt sie vor, setzt sie in Beziehung und stellt die Frage nach ihrer damaligen und heutigen Relevanz.

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Ende der Utopie? Alexander Amberger über marxistische Systemkritik in der DDR. In einer jüngst erschienenen Studie untersucht Alexander Amberger die in den 70er und frühen 80er Jahren von Wolfgang Harich, Rudolf Bahro und Robert Havemann niedergeschriebenen marxistischen Postwachstumsutopien; sie gingen davon aus, dass der revolutionäre Impetus ohne die Utopie ihr Ideal verliert. Ohne die progressive Kraft und Dynamik der Utopie würde der Realsozialismus zu einem als »ausweglos« empfundenen System erstarren. Von Siegfried Prokop → Jungewelt vom 09.11.2014

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