Stuxx. Von Will Gmehling. Rezension von Britta Kiersch

Stuxx. Von Will Gmehling. Peter Hammer Verlag ISBN 978-3-7795-0802-1

Stuxx, so nannte seine Mutter Stefan Uwe Max, bevor sie abgehauen ist. Vor vier Jahren war das, und Stuxx, sein Vater und die kleine Schwester Lila kommen wunderbar ohne sie aus. Aber jetzt will sie auf einmal wieder Kontakt aufnehmen und sie besuchen. Lila ist völlig aus dem Häuschen und freut sich wie Bolle, Stuxx ist überhaupt nicht begeistert. Außerdem hat er gerade ganz andere Prioritäten ...

... Luzie Karsunke hat sich in seinem Herzen breitgemacht und Gong Hwangbo, der ihn mit glücklich machendem Kimchi versorgt und sich so gewählt ausdrücken kann, wird tatsächlich sein Freund. Obwohl Stuxx sich für langweilig und unattraktiv hält, finden diese beiden ihn seltsamerweise trotzdem gut.

Will Gmehling ist ein Autor, der genau den richtigen Ton trifft, um seine Figuren absolut natürlich wirken zu lassen. Eine leichte, angenehm männliche Brise durchzieht dieses Buch. Stuxx (mit fast 14) ist verliebt und das ruft selbstverständlich auch körperliche Reaktionen hervor, die der Autor auf sehr freundliche Weise verbalisiert. Und nach dem prägenden Verlassenwerden durch die Mutter ist es absolut nachvollziehbar, wie schwer es dem Jungen fällt, sich auf Beziehungen einzulassen. Umso schöner ist es dann zu lesen, wie die Freund-schaft zu Gong beginnt und sich entwickelt, und dass auch Luzie Gefallen an Stuxx findet und er immer selbstsicherer wird und anfängt, sich zu öffnen und seine Zuneigung zu zeigen.

Ist es seltsam, dass ich mich besonders darüber gefreut habe, dass Will Gmehling keine Danksagung ans Ende seines Buches gestellt hat!?

Stuxx. Von Will Gmehling

Erstellt: 11.03.2026 - 09:48  |  Geändert: 11.03.2026 - 09:55