Kallocain
Roman

15.01.2025 , Deutsch

Was, wenn die Gedanken nicht mehr frei sind - die Wiederentdeckung aus Schweden: der große dystopische Roman von Karin Boye, erstmals erschienen 1940, aktueller denn je.

Mit einer Wahrheitsdroge hat der Chemiker Leo Kall einen Weg in die Seelen seiner Mitbürger gefunden. 

ISBN 978-3-442-77279-7 15.01.2025 14,00 € Portofrei Bestellen (Buch: Taschenbuch)

Die neue Verhörmethode des Staates übernimmt die Kontrolle über die Menschen. Staatsfeindliche Gedanken werden entlarvt, alle Bürger auf Linie gebracht, Ehen gewöhnlich als reine Zweckgemeinschaft geschlossen, um dem Staat Kinder zu schenken. Doch im Geheimen regt sich Widerstand. Manche Menschen suchen Lebenssinn jenseits der offiziellen Doktrin. Auch Leo Kall beginnt zu zweifeln und seine Rolle als loyaler Mitsoldat in Frage zu stellen. Trotzdem entscheidet er sich für einen gefährlichen Weg. Mit aller Gewalt will er herausfinden, ob seine Frau ein Verhältnis hat, und scheut dafür auch nicht vor einem gefährlichen Experiment zurück.

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Leseprobe

Wikipedia (DE): Kallocain

Rezensionen

Karin Maria Boye und das Wesen des Autoritären: Kallocain‛ (1940): Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten? Eine Frage, die sich die Deutschen im bekannten Volkslied bereits seit dem 18. Jahrhundert stellen und mit der sie auch einige Erfahrung haben. Im 20. Jahrhundert, zur Zeit der großen Ideologien, wird diese Frage relevanter denn je. Der Roman Kallocain aber stammt aus Schweden und lässt sich, so deutlich die Bezüge zur Sowjetunion und Nazideutschland auch sind, als zeitloser Kommentar zum Autoritären an sich lesen. dennisbiba.com 17.05.2025

Ein Blick in das Grauen: Ein wirklich unangenehmer Mensch der Gattung Untertan blickt auf den totalitären Staat. Leo Kall, Untertan und egozentrischer Chemiker mit Geltungsdrang. Ein düsterer und überzeugender und abschreckender Blick wird hier in „Kallocain“ geworfen! booquinia 30.03.2024

Leserstimmen

beim Verlag

Autoreninfos

Karin Boye (1900 bis 1941) war eine schwedische Schriftstellerin und Lyrikerin. Wie viele Intellektuelle der Zwischenkriegszeit kehrte sie enttäuscht und desillusioniert von einem Aufenthalt in der Sowjetunion zurück. "Kallocain" gilt als ihr Hauptwerk und wird in einem Atemzug mit Aldous Huxleys "Schöne neue Welt" und George Orwells "1984" genannt. Peter Weiss setzte ihr im dritten Band seiner "Ästhetik des Widerstands" ein literarisches Denkmal, Nelly Sachs übersetzte eine Auswahl ihrer Gedichte. Karin Boye nahm sich 1941 in einem Wald bei Alingsås das Leben.

Wikipedia (DE): Karin Boye

Der Übersetzer

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

Wikipedia (DE): Paul Berf

Autoren
Verlag

Erstellt: 14.01.2026 - 10:01  |  Geändert: 14.01.2026 - 10:28