Ladivine. Von Marie NDiaye

Ladivine von Marie NDiayeEine Familientragödie? Eine Verwechslungskomödie? Eine Geschichte dreier Generationen zwischen Afrika, Berlin und französischer Provinz im globalen Zeitalter? Ein Bericht über den Einbruch des Fantastischen in die Realität?

ISBN 978-3-518-42426-1     22,95 €  Portofrei     Bestellen

All dies - und natürlich noch viel mehr - vereint der neue Roman von Marie NDiaye mit einer sprachlichen Leichtigkeit und Virtuosität, einer raffinierten Einfachheit, die das Komplexe durchsichtig macht. Malinka besucht ihre Mutter Ladivine Sylla einmal im Monat in Bordeaux. Die Tochter möchte eine ganz andere Frau werden: Und so legt sie sich, auf dem ersten Schritt nach oben, den (von ihr für typisch gehaltenen französischen) Vornamen Clarisse zu, als sie eine Stelle als Kellnerin antritt. Dort lernt sie ihren Mann, Richard Rivière, kennen.
Damit setzen ungewöhnlich ereignisreiche Handlungsabläufe ein, die von Frankreich nach Afrika und nach Berlin reichen. Und es wäre zu erwähnen der Hund, der immer wieder in Erscheinung tritt. Er muß als Symbol gelten für das nicht-realistische Erzählen der Marie NDiaye. Sie beschreibt Zusammenhänge zwischen den Menschen aus deren Innenperspektive, zergliedernd, jede Regung hin- und herwendend - und zugleich deutlich machend, dass alle Personen etwas nicht rational Reduzierbares bergen und verbergen, das sie durch Ereignisse in der Realität bestätigt glauben.
Ihre Personen verrät Marie NDiaye nie. Dadurch entsteht das intensive Textgewebe, die Spannung zwischen realer und irrealler Welt.

Mehr Infos...

Marie NDiayes Roman "Ladivine": In der Haut des Hundes. Sie ist die Meisterin des psychischen Korsetts: Marie NDiaye. In ihrem neuen Roman "Ladivine" präsentiert sie drei Frauen und ein Familiendrama. Von Ulrike Baureithel -> Der Tagesspiegel vom 19.05.2014

 

Erstellt: 21.05.2014 - 10:17  |  Geändert: 28.02.2019 - 08:57

Autoren: 
Verlag: