Warum gerade ein Land nach dem anderen kippt
auf YouTube (20.08.2026) 1:26:01
Philipp Bagus ist Professor für Volkswirtschaftslehre in Madrid und Vertreter der Österreichischen Schule. Er beschäftigt sich intensiv mit libertärer Wirtschaftstheorie und Javier Milei, den er persönlich kennt und dessen Zentralbankpräsidenten er zur möglichen Dollarisierung und Abschaffung der argentinischen Zentralbank beraten hat. In seinem Buch „Die Ära Milei“ setzt er sich mit Mileis Ideen, dem Anarchokapitalismus, Libertarismus und der Frage auseinander, wie Milei mit diesen Positionen zum Präsidenten Argentiniens aufsteigen konnte. Im Gespräch mit Jasmin geht es um die bisherigen Folgen von Mileis radikalem Reformkurs und die Frage, was ein vergleichbares Modell für Deutschland bedeuten würde. Bagus erklärt, warum er Steuern grundsätzlich als Zwang betrachtet, weshalb er staatlich organisierte Renten, Gesundheit und Bildung infrage stellt und warum er freiwillige Kooperation über den Markt für die bessere Alternative hält. Jasmin konfrontiert ihn mit den sozialen Folgen dieser Positionen: Kürzungen bei Rentnern und Kranken, Arbeitsplatzverlusten und der Frage, wie Menschen abgesichert werden sollen, die vom bestehenden System abhängig sind. Außerdem sprechen sie über Mileis sinkende Zustimmung, Korruptionsvorwürfe in seinem Umfeld, die Abhängigkeit Argentiniens vom IWF und schließlich über die radikalste Frage des Gesprächs: Braucht eine Gesellschaft überhaupt einen Staat?
Zeitmarken
00:00 Intro
00:49 Javier Milei persönlich und die Abschaffung der Zentralbank
06:18 Mileis Bilanz: Staatsausgaben, Inflation und Armut
14:38 Sozialabbau oder notwendige Reformen?
32:37 Libertarismus: Steuern, Staat und individuelle Freiheit
47:46 Können Gesundheit und Bildung dem Markt überlassen werden?
54:04 Rente, Sozialstaat und die Abhängigkeit vom Staat
59:39 Mileis Kulturkampf und die Chancen für Deutschland
01:09:35 Korruptionsvorwürfe, IWF und die Grenzen des Milei-Modells
01:20:52 Brauchen wir überhaupt einen Staat?