Istanbul - Karl Marx (World Tour)
auf YouTube (21.08.2026) 4:29
Der kommunistische Kampf in Istanbul hat eine vielschichtige Geschichte, die von der Spätzeit des Osmanischen Reiches bis in die Republikzeit reicht. Dieser Kampf, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Arbeiterbewegungen und sozialistische Kreise in der Stadt seinen Ursprung nahm, gewann mit der Gründung der Kommunistischen Partei der Türkei im Jahr 1920 eine organisierte Identität; die Partei wurde jedoch bald verboten und zur Untergrundarbeit gezwungen. Da der Kommunismus während der Republikzeit viele Jahre lang gesetzlich als Verbrechen galt, waren die linken Bewegungen in Istanbul von Unterdrückung, Verhaftungen und Exil geprägt. In den 1960er und 70er Jahren, insbesondere im Zuge der Studentenbewegungen von 1968 und gewerkschaftlicher Kämpfe, wurde die Stadt zu einem Zentrum, in dem verschiedene linke Gruppen aktiv waren; diese Zeit war zugleich von zunehmender politischer Gewalt und staatlicher Repression geprägt. Der von den USA unterstützte Militärputsch von 1980 führte zur brutalen Zerschlagung vieler sozialistischer und kommunistischer Organisationen und zur Verhaftung Tausender Menschen. Heute bestehen kommunistische und sozialistische Parteien, Gewerkschaften sowie weitere politische Organisationen und Bewegungen in Istanbul fort.