Pressekonferenz: Solidaritätskonferenz zur Lage in Kuba
auf YouTube (10.04.2026) 1:09:16
Seit sechs Jahrzehnten ist Kuba mit Versuchen der wirtschaftlichen Erdrosselung durch den US-Imperialismus konfrontiert. Und die Lage ist aktuell gefährlicher denn je. Nur wenige Tage nach Beginn seiner zweiten Amtszeit setzte US-Präsident Donald Trump die sozialistische Inselrepublik erneut auf die Liste »Staatliche Förderer des Terrorismus« (State Sponsors of Terrorism). Am 3. Januar 2026 überfielen US-amerikanische Soldaten in einer illegalen Militäraktion die Bolivarische Republik Venezuela über Nacht und entführten deren Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau, die Politikerin und Rechtsanwältin Cilia Flores. Gleichzeitig unterband Trump mit einer menschenrechtswidrigen Seeblockade die Erdöllieferungen nach Kuba ‒ Öllieferungen der Solidarität, die für die Verteidigung der kubanischen Revolution unverzichtbar sind.
Die Folgen: seit Dezember 2025 ist kein Tropfen Erdöl mehr in Kuba gelandet, Strom und Lebensmittel müssen rationiert werden, Busse, Fähren und Züge fahren nur noch sporadisch. Schulen und Universitäten verkürzen den Unterricht oder streichen die Anwesenheitspflicht ganz. Auch Staatsbedienstete sollen weniger unterwegs sein, für sie gilt die Vier-Tage-Woche. Personal kann zudem in kritische Wirtschaftsbereiche versetzt werden.
Der verbleibende Treibstoff wird vorrangig für das Gesundheitswesen sowie die Produktion von Strom und Lebensmitteln eingesetzt, dazu gehört vor allem auch die Trinkwasserversorgung.