05.04.2026

Pepe Escobar: Irans Vergeltung steht bevor

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Medienpräsenz

Eine hitzige Diskussion untersucht den eskalierenden Konflikt mit Iran und beschreibt ihn als einen umfassenderen Krieg, der Zivilisten und Infrastruktur betrifft. Die Sprecher üben scharfe Kritik an den Behauptungen der US-Führung und argumentieren, dass die Angriffe auf kritische Einrichtungen abzielen und ein strategisches Versagen widerspiegeln. Sie heben die sich wandelnde regionale Dynamik hervor, darunter Spannungen unter den Verbündeten im Nahen Osten und die wachsende Rolle von Mächten wie Russland und China. Das Gespräch warnt vor schweren globalen wirtschaftlichen Folgen, sollte die Eskalation anhalten, und deutet an, dass Iran seine Vergeltung verstärken könnte. Insgesamt zeichnet das Interview das Bild eines sich rasch entwickelnden Konflikts mit hohen Risiken, begrenzten diplomatischen Möglichkeiten und langfristigen geopolitischen Konsequenzen.

Zeitmarken

1. Bewertung der Trump-Rede

Escobar bezeichnet Trumps Aussagen als eine Aneinanderreihung von Unwahrheiten und "monströsen Lügen" [01:57]. Er kritisiert insbesondere:

  • Drohung mit totaler Zerstörung: Trump drohe damit, die gesamte zivile Infrastruktur des Irans (Elektrizitätswerke, Ölquellen) zu vernichten, um das Land "in die Steinzeit zurückzubomben" [03:06].
  • Kriegsverbrechen: Die gezielte Bombardierung von Wohnvierteln, Krankenhäusern, Pharmafabriken und Forschungszentren (wie dem Institut Pasteur) stufe Trump offiziell als Kriegsverbrecher ein [03:51, 05:11].
  • Ohnmacht: Escobar sieht in diesen Angriffen einen Ausdruck von "blinder Wut" und strategischer Ohnmacht, da die USA den Iran militärisch nicht besiegen könnten [05:40].

2. Regionale Verschiebungen und Allianzen

Das Video beleuchtet die sich ändernden Machtverhältnisse in der Region:

  • Saudi-Arabien als Joker: Mohammed bin Salman (MBS) plane eine langfristige Rache gegen die USA und wende sich zunehmend Russland zu [09:18]. Ein Zeichen dafür seien Telefonate zwischen Putin und MBS sowie der Stopp von US-Waffenkäufen [09:32].
  • Das "Primakow-Dreieck": Die wirklich entscheidenden Gespräche finden laut Escobar zwischen Russland, China und dem Iran statt [15:46]. Er bezeichnet dies als das neue Kraftzentrum, dem die USA nichts entgegenzusetzen hätten.
  • Islamabad-Treffen: Das Treffen von Pakistan, Ägypten, der Türkei und Saudi-Arabien wird als ergebnislos bewertet [12:23].

3. Mögliche Vergeltung des Irans

Escobar und Alkhorshid diskutieren die iranische Strategie für die kommenden Wochen:

  • Paralysierung Israels: Der Iran habe die Fähigkeit, innerhalb von vier Wochen die israelische Wirtschaft und alle militärischen Schlüsselknoten vollständig zu lähmen [22:01].
  • Kontrolle über Handelswege: Der Iran habe bereits die Kontrolle über die Straße von Hormus und schwäche damit den Petrodollar [07:48].

4. Wirtschaftliche Folgen

Die Fortsetzung des Konflikts habe laut Escobar katastrophale Auswirkungen auf die Weltwirtschaft:

  • Unumkehrbare Zerstörung: Sollte der Krieg noch vier Wochen andauern, sei der wirtschaftliche Schaden unumkehrbar. Analysten von Goldman Sachs und JP Morgan würden bereits vor jahrelangen Krisen warnen [26:05].
  • Zusammenbruch der Normalität: Die Welt steuere auf ein "dunkles Nichts" zu, verursacht durch das Handeln der beteiligten Akteure [26:52].

Fazit

Escobar zeichnet ein düsteres Bild der nächsten Wochen. Er sieht in Trump einen "entgleisten Psychopathen" [18:22], dessen rachsüchtige Politik nicht nur den Iran, sondern die gesamte globale Stabilität und Wirtschaft gefährde.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
26min 57s
Thematisierte Personen

Erstellt: 06.04.2026 - 08:10  |  Geändert: 06.04.2026 - 08:10

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