14.03.2026

BERICHT: Gaza und die deutschen Medien – Eine kritische Analyse

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In diesem Bericht dokumentieren wir die Veranstaltung „Gaza und die deutschen Medien“, die am 12. März 2026 im Hansa Haus in München stattfand. Die Veranstaltung widmete sich der Frage, wie deutsche Medien über den Gaza-Krieg berichten und welche Rolle Narrative, Sprache und journalistische Verantwortung in der öffentlichen Berichterstattung spielen. Der Bericht enthält Eindrücke aus dem Vortrag der Kommunikationswissenschaftlerin und Linguistin Nadia S. Zaboura sowie ein Interview mit Riad Othman, Nahostreferent von medico international.

Der Beitrag bei actTVism.org

Die vollständige Version des Vortrags wird nächste Woche veröffentlicht.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
19min 11s
Ereignisdatum
12.03.2026
Ereignisort
Hansa Haus, München (Deutschland)

Erstellt: 16.03.2026 - 06:37  |  Geändert: 16.03.2026 - 08:58

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Die aktuelle Situation für die Journalisten und die Medien, für die sie arbeiten, könnte kaum ambivalenter sein: Gerade jetzt, in Zeiten von Fake News, strategischer Verkürzung von Narrativen in populistischen Kreisen sowie von Verschwörungsnarrativen sind journalistische Funktionen und Kompetenzen für eine „redaktionelle Gesellschaft" (Bernhard Pörksen) evident wichtig. Dazu zählen maßgeblich eine fundierte Recherche und neutrale Informierung, unparteiische Vermittlung, sachliche Analyse, aber auch professionelle Prüfung und Bewertung von Quellen, Trennung von Nachricht und Meinung sowie Aufklärung und Kontrolle. Sie sind prägend für das berufliche Selbstverständnis sehr vieler Journalisten. Doch gerade jetzt, in Zeiten des großen Wandels, befinden sich die Medien nach Einschätzung zahlreicher Kommunikations- und Medienwissenschaftlern in einer gravierenden Krise, die Journalisten als berufliche Profis und auch ganz im persönlichen Sinne trifft.