02.03.2025

ÜBERWACHT! đŸ”„ Die ZDF-Aussteigerin Katrin Seibold im GesprĂ€ch mit Jonas Tögel

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Erstellt: 03.03.2025 - 09:18  |  GeĂ€ndert: 03.03.2025 - 09:18

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"Der Begriff Informationskrieg, kurz Infokrieg (englisch infowar oder information warfare) beschreibt moderne Konflikte, bei denen Informationen als primĂ€res Mittel zur Erreichung strategischer Ziele eingesetzt werden. Im Kontext aktueller geopolitischer Spannungen hat sich der Informationskrieg als ein zentrales Element entwickelt, das weit ĂŒber traditionelle militĂ€rische Auseinandersetzungen hinausgeht." (Wikipedia)

Mit der Entwicklung von agentenbasierten KI-Systemen und Large Language Models (LLMs) hat sich eine neue Form des Informationskrieges entwickelt: sogenannte böswillige KI-SchwÀrme.[13] Diese bestehen aus autonomen KI-Agenten, die sich ohne zentrale Steuerung koordinieren und menschliche Sozialdynamiken imitieren.

Im Kontext des Informationskrieges zeichnen sie sich durch folgende Merkmale aus:

  • Kognitive KriegsfĂŒhrung: KI-SchwĂ€rme nutzen ihre „unermĂŒdliche operative Ausdauer“, um sich langfristig in digitale Gemeinschaften einzubetten und dort subtil Sprache, Symbole und IdentitĂ€ten zu verĂ€ndern.
  • Synthetischer Konsens: Durch das zeitgleiche Agieren in verschiedenen Nischen-Communities erzeugen sie eine „Mirage“ von breitem, parteiĂŒbergreifendem Konsens (Astroturfing), um die öffentliche Meinung ĂŒber wahrgenommene soziale Normen zu steuern.
  • LLM-Grooming (Datenvergiftung): Durch das massenhafte Fluten des Internets mit fabrizierten Inhalten manipulieren SchwĂ€rme gezielt die Trainingsdaten zukĂŒnftiger KI-Modelle, um bösartige Narrative fest in deren Modellgewichten zu verankern.
  • Echtzeit-Anpassung: Die Agenten reagieren autonom auf Reaktionen der Nutzer und Plattform-Algorithmen, was sie schwerer detektierbar macht als klassische, skriptbasierte Botnetze.

Jonas Tögel (Jahrgang 1985) ist ein deutscher Amerikanist, Propagandaforscher und Autor, der sich in seiner Arbeit vor allem mit Propaganda, Soft Power, Motivation, Nudging, Geostrategie und kognitiver KriegsfĂŒhrung befasst. Er wuchs in Oberbayern auf, studierte nach eigenen Angaben in Passau, Regensburg und an der University of Stirling in Schottland und verfasste seine Dissertation an der UniversitĂ€t Augsburg zu den Themen Soft Power und Motivation. Danach arbeitete er an der UniversitĂ€t Augsburg als wissenschaftlicher Mitarbeiter und wechselte spĂ€ter an das Institut fĂŒr Psychologie der UniversitĂ€t Regensburg, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter tĂ€tig ist. In öffentlichen Selbstbeschreibungen bezeichnet er sich ausdrĂŒcklich als Wissenschaftler, Autor und Speaker und verbindet seine Forschung mit Vortrags- und PublikationstĂ€tigkeit. Zu seinen bekanntesten BĂŒchern gehören „Kognitive KriegsfĂŒhrung“ (2023) und „Kriegsspiele“, daneben listet er auf seiner Website zahlreiche BeitrĂ€ge in Medien wie Telepolis, Multipolar, NachDenkSeiten und weiteren Publikationsorten auf. Inhaltlich beschĂ€ftigt er sich besonders mit psychologischen Steuerungs- und Beeinflussungstechniken in demokratischen Gesellschaften, mit der Geschichte moderner Propaganda sowie mit der Frage, wie Erkenntnisse aus Psychologie und Sozialwissenschaften fĂŒr politische Einflussnahme genutzt werden. In der öffentlichen Darstellung seiner Arbeit betont er eine kritische Haltung gegenĂŒber Soft-Power-Strategien, Nudging und kognitiver KriegsfĂŒhrung und verbindet dies mit dem Anspruch, Menschen beim Erkennen und Neutralisieren von Manipulation zu unterstĂŒtzen.

Website: Jonas Tögel  | YouTube: @DrJonasToegel

Wikipedia: Der Kongress fĂŒr kulturelle Freiheit (Congress for Cultural Freedom, CCF) war von 1950 bis 1969 eine in Paris ansĂ€ssige antikommunistische Kulturorganisation im Kalten Krieg, die vom US-amerikanischen Geheimdienst CIA beeinflusst und finanziert wurde.

Die Max Frisch-IdentitĂ€t. Der Schweizer Literat arbeitete fĂŒr die CIA, ohne es zu wissen. Von Markus Kompa â†’ Telepolis 07.02.2018

Die papierne Front Der »Kongress fĂŒr Kulturelle Freiheit«und die CIA Von Velten SchĂ€fer Neues Deutschland 18.03.2017 → zugĂ€nglich: Kundschafter der DDR 07.04.2017
 

Die Postmoderne und die CIA - eine Liebesgeschichte. Ein mittlerweile öffentlich zugĂ€nglicher Bericht der CIA aus dem Jahr 1985 belegt das große Interesse der CIA an so genannten poststrukturalistischen Denkern wie Michel Foucault, Jacque Lacan und Rolandes Barthes. Das Missionsziel: die Spaltung der Linken. â†’ RTDeutsch 12.03.2017