Zusammenfassung
Dieses Briefing-Dokument fasst die zentralen Argumente und Erkenntnisse aus einer Diskussion über Jochen Hellbecks Buch „Ein Krieg wie kein anderer“ zusammen. Die Kernaussage des Buches, wie sie in der Diskussion dargelegt wird, ist eine Revision der gängigen Geschichtsschreibung des Zweiten Weltkriegs. Es wird postuliert, dass der primäre Antrieb des NS-Regimes nicht der Antisemitismus, sondern ein tief verwurzelter Antibolschewismus war. Der Antisemitismus fungierte dabei als ideologisches Vehikel, um den Kampf gegen den Kommunismus für breite Bevölkerungsschichten, insbesondere die Arbeiterschaft, zu legitimieren und das Narrativ des „jüdischen Bolschewismus“ zu schaffen, der mit der Sowjetunion seinen „ersten Staat“ erobert habe.