Max Frisch
Biographie eines Aufstiegs. 1911 - 1954. Band 1
Max Frisch ist der meistgelesene Schriftsteller der Schweiz, in Deutschland verkaufen sich seine Bücher in Millionenauflage.
Die bisher gründlichste und fundierteste Darstellung seines Lebens erzählt anschaulich von den entscheidenden Stationen auf dem Weg zum Weltautor: von seiner Geburt 1911 bis zum ersten großen Erfolg mit »Stiller« 1954.
Beide Weltkriege suchen ihn heim, auch wenn seine Heimat verschont bleibt. Der erste Krieg trübt seine Kindheit, der zweite zertrümmert sein schriftstellerisches Selbstverständnis. Er sucht die Realitäten, solange sie noch »glühende Objekte« sind, die Ruinen des Weltkrieges ebenso wie die Liebe. Julian Schütt zeigt Max Frisch als einen Schriftsteller und Menschen, der immer wieder neu anfängt, sein altes Leben abstreift, Glück empfindet, wenn er sich fremd ist.
»Dieser Biograph ist der richtige.« Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Rezensionen
Meister des scharfen Schnitts: Julian Schütts vollendet unvollendete Max Frisch-Biographie: Der letzte Satz, mit dem Julian Schütt seine nahezu sechshundert Seiten starke Biographie über Max Frisch beschließt, formuliert ein wiederkehrendes und sowohl die Vita als auch das Werk strukturierendes Motiv: „Das war ein Anfang, den ließ er gelten.“ Rechtzeitig zum einhundertsten Geburtstag des Schweizer Schriftstellers im Mai 2011 erschien Schütts Rekonstruktion eines künstlerischen Werdegangs, mit der sich der Verfasser auf die Suche nach dem verwischten Anfang von Max Frischs Autorschaft macht. Doch worauf er – und mit ihm der Leser – stößt, ist eine wiederkehrende Aufeinanderfolge von Anfängen, die durch Schütts Darlegung eine zwingende Kohärenz gewinnt, und die aus dem Bild vom erst nach und nach zum Schreiben findenden Autor die Geschichte eines stillen, aber steten ‚Aufstiegs‘ macht, wie es bereits der Untertitel der Biographie andeutet. Auch dieser Umstand rechtfertigt eine extensive Beschäftigung mit dem Leben und Schreiben eines Autors, dem die Biographie als Gattung zeitlebens als „Inbegriff des Unlebendigen“ galt. Von Irina Hron literaturkritik.de 30.03.2015
Schütt ist ein minutiöser Biograph und er formt ein stringentes Porträt des schwierigen, vom Schreiben, vom Sich-Äußern besessenen Weltautors, der gleichwohl immer ein Endecker und weniger ein Erfinder war. Da war die Beschänktung auf die so umfassend zu untermauernde Lebenshälfte bis zum Durchbruch eine Voraussetzung für die hohe Qualität der Darstellung. Bleibt nur zu wünschen, dass auch die späteren Quellen bald zugänglich werden und erneut Julian Schütt derjenige ist, der Max Frisch, Teil 2, dann auf ihrer Grundlage umsetzt. Von WOLFGANG A. NIEMANN buchrezensionen-online.de (ohne Datum)
Pressenotizen Perlentaucher