Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus
Dramatische Chronik des Ersten Weltkriegs in 1500 Photographien

Ein Bilderbuch über den Ersten Weltkrieg mit 1620 Originalphotos und 480 Zitaten als Ikonographie zu Karl Kraus’ Mammutdrama »Die letzten Tage der Menschheit« mit allen Schauplätzen, Personen, Gemälden, Zeichnungen, Plakaten, Karikaturen, Annoncen, Fake News, Zeitungsartikeln und Propaganda.

„Bis zu Karl Kraus’ Monstertragödie »Die letzten Tage der Menschheit« hatte man den Ersten Weltkrieg immer nur von der Vorderseite aus gesehen. An die Kulissen dahinter hatten nur die wenigsten gedacht. Bei Karl Kraus aber wurde der Krieg in erschreckender Plastik zum erstenmal dreidimensional gezeigt. Kraus wendete unsern Blick erstmals zu den noch viel größeren Gräueln der Rückseite.“ (Friedensnobelpreisträger Hermann Fried)

ISBN 978-3-200-09794-0 1. Auflage 02.09.2024 59,00 € Portofrei Bestellen (Buch)

Es ist kein Theaterstück, kein Schauspiel, kein Drama. Es ist in 220 Szenen eingeteilt und in 5 Akte gegliedert, es enthält Dialoge, Monologe und Massenauftritte; aber es hat weder eine geschlossene Handlung noch einen Helden. Es ist ein Stück ohne Entwicklung und ohne Lösung. 770 Seiten, gefüllt mit Mord, Tod, Gewalt, Erniedrigung und Elend, entstanden in den Jahren 1915 –1917 während des Ersten Weltkriegs. Erste Ausgabe 1918/1919 in vier Sonder-heften der Zeitschrift »Die Fackel«, umgearbeitet 1920 /21, Buchausgabe 1922: »Die letzten Tage der Menschheit«, Tragödie in fünf Akten mit Vorspiel und Epilog von Karl Kraus.

Zum Zeitpunkt der Entstehung waren viele der historischen Bezüge im Stück noch sehr geläufig und für den Leser oder Zuhörer gut verständlich. Je weiter der Weltkrieg aber zurückzuliegen begann, desto schwieriger wurde es, das dokumentarische Rückgrat des Stückes zu entziffern. Das führte dazu, dass in der Rezeption des Stückes die allegorische Dimension des vermeintlichen Kriegsdramas immer mehr in den Vordergrund gelangte und die tatsächlichen Fundamente in den Hintergrund rückten.

Dieses Buch stellt die Personen und Figuren, die die »Letzten Tage der Menschheit« bevölkern und die ihre Handlung bestimmen, vor. Jede maßgebliche Figur im Stück, ob sie nun auftritt oder ob sie im Dialog nur erwähnt oder zitiert wird, ist in diesem Buch durch eine Abbildung vertreten. Ist die Abbildung authentisch, so ist sie mit einem Sternchen* gekennzeichnet. Wo nicht, wurde das Bild passend zu Charakter und Physiognomie beispielhaft für die betreffende Figur ausgewählt.

Auch die Schauplätze, an denen die Handlung sich abspielt und an denen die Figuren im Stück sich bewegen, werden in diesem Buch vorgestellt. Ist der Schauplatz in der Szenenbeschreibung eindeutig genannt (Städte, Orte, Straßennamen), so ist dies auch bei der Abbildung der Fall. Ist der Ort nur allgemein bezeichnet (Bürozimmer, Kirche, Volksschule), so wurden auch hier symptomatische Bilder für die Illustration herangezogen.
Neben den Figuren und Schauplätzen sind die Szenen des Stücks auch noch durch Plakate, Zeichnungen, Gemälde, Karikaturen, Annoncen, Fake News, Zeitungsartikel und Propaganda ergänzt, die Karl Kraus als Inspiration und als Vorlage für die Szenen gedient haben. Metaphorisches und Assoziatives komplettieren diese Ikonographie der »Letzten Tagen der Menschheit«.

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Inhaltsverzeichnis

Bilder aus dem Buch letztetage.com

Karl Kraus bei Neuer Weg

Karl Kraus (1874 - 1936) war ein österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker, Förderer junger Autoren, Sprach-, Kultur- und Medienkritiker. Zum Hauptwerk von Kraus gehören das satirische Drama Die letzten Tage der Menschheit (1918) und die Zeitschrift Die Fackel, die er von 1899 bis 1936 herausgab. Literarische Bedeutung erlangte er als einer der wichtigsten Aphoristiker deutscher Sprache. Quelle: Wikipedia 27.05.2026

Wikipedia (DE): Karl Kraus

Karl Kraus (1874 - 1936) war ein österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker, Dramatiker, Förderer junger Autoren, Sprach-, Kultur- und Medienkritiker. Zum Hauptwerk von Kraus gehören das satirische Drama Die letzten Tage der Menschheit (1918) und die Zeitschrift Die Fackel, die er von 1899 bis 1936 herausgab. Literarische Bedeutung erlangte er als einer der wichtigsten Aphoristiker deutscher Sprache. Quelle: Wikipedia 27.05.2026

Wikipedia (DE): Karl Kraus

Wikipedia (DE): Die letzten Tage der Menschheit

Rezensionen

Bilderkrieg im Marstheater: Karl Kraus verfasste mit "Die letzten Tage der Menschheit" ein Grenzen sprengendes Monumentaldrama rund um den Ersten Weltkrieg. Der österreichische Theatermann Paulus Manker hat dazu aufwändig recherchiert und ein beeindruckendes dokumentarisches Bildarchiv veröffentlicht. Von Esther Slevogt Nachtkritik 02.12.2024

Ein Panoptikum des Untergangs: Das Enfant terrible Paulus Manker verleiht den "Letzten Tagen der Menschheit" von Karl Kraus mit einem illustrierten Prachtband neue Vitalität: Wer Österreich verstehen will, sollte zwei Monumentalwerke der Literatur gelesen haben: Radetzkymarsch von Josef Roth und Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus. Abgehandelt wird darin natürlich das Altösterreich der (sterbenden) Monarchie, aber es ist schon alles Spätere und fast alles Heutige angelegt in diesem Roman und diesem Theaterstück. Es sind Nachschlagewerke der österreichischen Seele.Von Hans Rauscher Der Standard 28.09.2024

Autoreninfos

Paulus Manker (* 1958) ist ein österreichischer Schauspieler, Film- und Theaterregisseur sowie Autor und Drehbuchautor.

Wikipedia (DE): Paulus Manker

Vorwort von

Elfriede Jelinek (Jahrgang 1946) ist eine österreichische Schriftstellerin und Dramatikerin, die 2004 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Bekannt wurde sie durch ihre radikale Sprache, ihre feministische und gesellschaftskritische Haltung sowie durch provokante Theatertexte. In Romanen wie Die Klavierspielerin (1983) analysiert sie Machtstrukturen, Sexualität und Gewalt. Ihre Theaterstücke, darunter Burgtheater oder Prinzessinnendramen, brechen bewusst mit traditionellen Formen und entlarven ideologische Muster. Jelineks Sprache ist oft montiert, collageartig und von Ironie durchzogen. Wiederkehrende Themen sind Kapitalismus, Patriarchat, Nationalsozialismus und Medienkultur. Trotz oder gerade wegen ihrer Radikalität gilt sie als eine der einflussreichsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. 2004 erhielt sie den Literaturnobelpreis.

Wikipedia: Elfriede Jelinek  | Website: Elfriede Jelinek  |  elfriede-jelinek-forschungszentrum.com

Autoren

Erstellt: 01.06.2026 - 08:49  |  Geändert: 01.06.2026 - 11:09