French Theory is due for an insider critique, and in Requiem for French Theory, Aymeric Monville and Gabriel Rockhill do just that. Drawing upon decades of studying French philosophy in Paris, they build upon the best Marxist criticisms of postmodernism, while further developing them by situating postmodern theory within the global political economy of knowledge and U.S. driven intellectual imperialism. The result is a broad dialogue on topics ranging from international class struggle and the dissemination of ideology, to fascism, identity politics, dialectics, actually existing socialism, and more.
Aymeric Monville (Jahrgang 1977) ist ein französischer marxistischer Philosoph, Autor, Übersetzer und Verleger sowie Gründer und Leiter der Pariser Éditions Delga. Der 2004 gegründete Verlag ist auf politische Philosophie, marxistische Theorie und die Geschichte der kommunistischen Bewegung spezialisiert und hat sich insbesondere um französische Ausgaben bzw. Neuauflagen der Werke von Georges Lukács und Michel Clouscard bemüht. Monville war zudem stellvertretender Chefredakteur der traditionsreichen philosophischen Zeitschrift „La Pensée“ und veröffentlicht unter anderem in „L’Humanité“, „Commune“ und kommunistischen Publikationen; er bezeichnet sein verlegerisches und philosophisches Engagement selbst ausdrücklich als Teil seines kommunistischen politischen Engagements.
Inhaltlich beschäftigt er sich besonders mit marxistischer Philosophie, Kapitalismuskritik, der Sowjetunion und ihrer historischen Bewertung sowie mit der Kritik an Nietzsche-Rezeption, Antikommunismus und westlicher Geschichtspolitik. Zu seinen Büchern gehören „Misère du nietzschéisme de gauche“ (2007), „L’Idéologie européenne“ (2008, mit Benjamin Landais und Pierre Yaghlekdjian), „Le Néocapitalisme selon Michel Clouscard“ (2014), „Les Jolis grands hommes de gauche“ (2017), „Julian Assange en danger de mort“ (2020) und „Et pour quelques bobards de plus. Contre-enquête sur Staline et l’Union soviétique“ (2020). Gerade seine Beschäftigung mit Stalin und der Sowjetunion ist deutlich revisionistisch im ursprünglichen Sinne einer Neubewertung etablierter Geschichtsbilder: Monville bestreitet nicht Repression und Willkür in der Stalinzeit, wendet sich aber entschieden gegen die Gleichsetzung von Stalinismus und Nationalsozialismus und gegen das, was er als antikommunistische Geschichtsschreibung des Westens betrachtet.