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"New Form of Imperialism": Renowned U.N. Scientist on AI Boom's Huge Water, Carbon & Land Footprint
Democracy Now! (12.06.2026)
Kaveh Madani (Jahrgang 1981) ist ein iranischer Umweltwissenschaftler, Hochschullehrer und Umweltpolitiker sowie seit Februar 2023 Direktor des United Nations University Institute for Water, Environment and Health (UNU-INWEH), des auf Wasserfragen spezialisierten UN-Universitätsinstituts in Kanada. Er studierte Bau- und Wasserbauingenieurwesen an der Universität Täbris, Wasserressourcenmanagement an der Universität Lund und promovierte an der University of California, Davis in Civil and Environmental Engineering. Wissenschaftlich beschäftigt er sich insbesondere mit Wasserressourcen, Umwelt- und Energiesystemen, Klimawandel sowie komplexen Mensch-Natur-Systemen und wurde durch die Einbeziehung von Spieltheorie und Entscheidungsanalyse in Modelle des Wassermanagements international bekannt.
Madani lehrte und forschte unter anderem am Imperial College London, an der Yale University und der University of Central Florida und ist Research Professor am Remote Sensing Earth Systems Institute der City University of New York. 2017/18 war er stellvertretender Leiter der iranischen Umweltbehörde und damit Deputy Vice President of Iran sowie Vizepräsident des Büros der UN Environment Assembly; nach Verhören und einer zeitweiligen Festnahme im Zuge des Vorgehens iranischer Behörden gegen Umweltaktivisten verließ er 2018 den Iran. Mit dem 2026 veröffentlichten Bericht „Global Water Bankruptcy“ prägte er das Konzept der „Wasserinsolvenz“, wonach zahlreiche Wassersysteme nicht mehr allein vorübergehende Krisen erleben, sondern ihre historischen hydrologischen Bedingungen nicht mehr wiederherstellen können. Für seine Arbeiten zu Wasserwissenschaft, Wasserpolitik und Umweltdiplomatie wurde Madani 2026 mit dem Stockholm Water Prize ausgezeichnet.
Wikipedia (EN): Kaveh Madani | Website: Kaveh Madani
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